Olympische Spiele haben in der Vergangenheit oft allein schon deshalb Kontroversen ausgelöst, weil sie in bestimmte Länder vergeben wurden. Aber auch im winterlichen und demokratischen Italien sind sie nicht losgelöst von der Weltpolitik. Das zeigt sich am Beispiel der US-Teams, aus dem sich einige klar positionieren gegen die Trump-Regierung und das brutale Eingreifen von ICE-Einsatzkräften der Einwanderungsbehörde. Das zeigte sich aber vor allem, als der Skeletonpilot Wladislaw Heraskewytsch disqualifiziert worden ist, weil er auf seinem Helm mit Portraits an 20 im Krieg getötete ukrainische Athletinnen und Athleten erinnert hat.
Dieser Fall, sagt Sportpolitik-Experte Johannes Aumüller, „zeigt, dass Olympia immer politisch sein wird“. Mit ihm spricht Moderatorin Anna Dreher in dieser Folge von „Und nun zum Sport“ über die Entwicklung des Internationalen Olympischen Komittees unter Präsidentin Kirsty Coventry, über den Umgang des IOC mit Protesten, welche Rolle Russland dabei spielt und warum das IOC die Athleten bei seiner Argumentation quasi in Geiselhaft nimmt.
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