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Pleite für Bayern-Basketballer:Bayern plünderte bei Alba

Nach dem Aderlass hatten die Berliner ihren Kader komplett erneuert, vom vorigen Jahr war nur noch Kapitän Sven Schultze übriggeblieben. Alba wollte eine neue Mannschaft aufbauen, und wie das mittlerweile so ist, wenn in der Hauptstadt etwas gebaut werden soll - das Publikum war skeptisch, ob das auch was wird.

Doch spätestens die Partie gegen den FC Bayern München dürfte für einen Sinneswandel gesorgt haben. Angetrieben von den vielen Zuschauern, die jeden Ballgewinn, jeden Rebound, jeden Korb ihrer Mannschaft frenetisch feierten, entwickelten die Alba-Profis eine Leidenschaft, mit der sie die Münchner von Beginn an in die Defensive drängten.

"Wir haben von der ersten Minute an nur reagiert", haderte Pesic mit seiner Mannschaft, "das Spiel ist gelaufen, wie Alba es wollte." Das 13:12 nach sechs Minuten war die letzte Führung der Münchner, danach übernahmen die Berliner das Kommando, sie kämpften um jeden Ball, jeden Korb und wurden für ihren Einsatz belohnt. Über 21:13 (9.), 33:23 (15.) und 44:28 (18.) bauten sie ihren Vorsprung aus bis hin zum 72:53 zu Beginn des Schlussviertels.

Während bei Alba selbst die schwierigsten Würfe ins Ziel fanden, schien bei den Münchnern außer Spielmacher Malcolm Delaney (19 Punkte), Djedovic (14) und Schaffartzik (11) keiner in entscheidenden Phasen zu treffen. Bei Alba verteilten sich die Korberfolge gleichmäßiger, auffallend war jedoch, dass es die Guards waren, die am meisten Punkte erzielten: Vojdan Stojanovski (21), Cliff Hammonds (20), Reggie Redding (17) und David Logan (12). Hinzu kam eine Rebound-Überlegenheit der Berliner, die man angesichts der langen Münchner Garde auch nicht erwartet hatte. 40:27 entschieden die Gastgeber das Duell unter den Körben.

Uli Hoeneß hatte am Freitagabend noch gewarnt, man müsse erst einmal abwarten, inwieweit die Mannschaft die Doppelbelastung Euroleague/Bundesliga verkrafte. Aber Heiko Schaffarzik entgegnete: "Das dürfen wir als Ausrede gar nicht erst zulassen."

Beginn der Basketball-Euroleague

Bayerische Träume unter Europas Körben