Süddeutsche Zeitung

Pferdesport:Deutscher Hengst mit Sensationssieg in Paris

Lesezeit: 2 min

Außenseiter Torquator Tasso gewinnt als drittes deutsches Pferd den Prix de l'Arc de Triomphe. Die deutschen Tischtennis-Frauen überraschen mit EM-Gold.

Meldungen im Überblick

Pferdesport, Paris: Der deutsche Galopper-Hengst Torquator Tasso hat am Sonntag sensationell den 100. Prix de l'Arc de Triomphe gewonnen. Der als 690:10-Außenseiter gestartete Hengst setzte sich am Sonntag mit Jockey Rene Piechulek in dem mit fünf Millionen Euro dotierte Rennen durch und ist der dritte deutsche Sieger in dem Klassiker nach Star Appeal 1975 und Danedream 2011.

Marcel Weiß trainiert Torquator Tasso in Mülheim/Ruhr für das Gestüt Auenquelle der Familien Ellerbracke und Endres. Es ist ein Sohn von Adlerflug, dem in diesem Jahr eingegangenen Star-Deckhengst der deutschen Vollblutzucht. Torquator Tasso verwies in Paris nach 2400 Metern die Stute Tarnawa mit Christophe Soumillon auf Rang zwei, Dritter wurde Hurricane Lane unter James Doyle.

Tischtennis, EM: Das junge deutsche Frauen-Team hat völlig überraschend den Mannschafts-Europameistertitel im Tischtennis gewonnen. Bei der Team-EM in Cluj-Napoca besiegten Nina Mittelham (Berlin), Sabine Winter (Schwabhausen) und Chantal Mantz (Langstadt) am Sonntag im Finale auch die Titelverteidigerinnen und Topfavoritinnen aus Rumänien mit 3:1.

Insgesamt war es bereits der achte EM-Titel für ein deutsches Frauen-Team. Doch es war der erste, der ohne komplette Stammbesetzung gewonnen wurde. Denn Petrissa Solja, Han Ying und Shan Xiaona, die zwischen 2013 und 2015 drei Mal nacheinander Mannschafts-Europameisterinnen geworden waren, standen der neuen Bundestrainerin Tamara Boros nicht zur Verfügung.

Einen Tag nach dem 3:1-Halbfinal-Sieg gegen Portugal schlug Europas Top-16-Siegerin Mittelham zunächst die rumänische Nummer eins Bernadette Szocs in einem sehr ausgeglichenen Match in 3:2 Sätzen. Ein Knackpunkt dieses Finals war, dass Winter als erfahrenste deutsche Spielerin danach Rumäniens zweite Topspielerin Elizabeta Samara mit 3:0 besiegte. Mantz verlor zwar mit 2:3 gegen Daniela Dodean Monteiro. Doch wie schon gegen Portugal machte Mittelham den Triumph durch einen zweiten Erfolg gegen Samara (3:2) perfekt.

Fußball, Frauen: Die Frauen-Bundesliga steht möglicherweise vor einer Ausgliederung aus dem Deutschen Fußball-Bund. Der Fußballverband Rheinland (FVR) hat einen entsprechenden Antrag für den DFB-Bundestag am 11. März 2022 gestellt. Dies bestätigte der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger, der stimmberechtigter Ehrenpräsident im FVR-Präsidium ist, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatte "Bild" darüber berichtet.

Seit Ende vergangener Woche liege der Vorschlag für eine Profiliga unter eigenem Dach der kommissarischen DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich vor, heißt es. Mit einer eigenständigen Liga soll dem seit Jahren schwachen Zuschauerinteresse entgegengewirkt werden. "Wir wollen den Stein ins Wasser werfen", sagte Zwanziger. Die höchste Frauenliga brauche "eine Perspektive außerhalb eines großen Schatten werfenden Bereichs". Im Gespräch war in den vergangenen Jahren auch schon eine Ausgliederung wie bei den Proficlubs der Männer, die von der Deutschen Fußball Liga (DFL) vermarktet werden.

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.5429241
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ.de/sid/dpa/ska
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.