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Peter Crouch im Go-Kart:"Ich habe überlegt: Wer ist wertvoller?"

Burnley v Stoke City - Premier League

Der Brite Peter Crouch.

(Foto: Getty Images)
  • Der englische Stürmer Peter Crouch erzählt von einem Dilemma im Go-Kart: Weil seine Bremsen streikten, musste er die Gesundheit von Xabi Alonso oder Dirk Kuyt gefährden.
  • Die Geschichte ereignete sich 2007, eine Woche vor dem Champions-League-Finale mit dem FC Liverpool gegen AC Mailand.

Von Sebastian Fischer

Fußballer müssen ständig und schnell Entscheidungen treffen, das ist ein wichtiger Teil des Spiels. Selten geht es dabei jedoch um Leben und Tod. Selten geraten sie derart ins Dilemma wie der britische Stürmer Peter Crouch.

Der frühere Angreifer des FC Liverpool, 36, hat dem Magazin FourFourTwo nun eine so kuriose wie dramatische Geschichte geschildert, die sich eine Woche vor dem Champions-League-Finale 2007 gegen den AC Mailand in Portugal ereignete. Die Mannschaft ging Kart fahren, was für Crouch, 2,01 Meter groß, an sich bereits eine Herausforderung darstellt.

"Das Kart traf eine Mauer und ging in Flammen auf"

Als er mit voller Geschwindigkeit in die Box fuhr, bemerkte er, dass seine Bremsen defekt waren, und musste eine Entscheidung treffen, die der griechische Philosoph Platon einst als das kleinere Übel beschrieb. "Ich sah Xabi Alonso und Dirk Kuyt vor mir stehen", erzählte Crouch, "ich wusste, dass ich einen von ihnen treffen würde und habe überlegt: Wer ist wertvoller?"

Vielleicht voller Selbstvertrauen entschied sich Crouch, Mittelfeldspieler Alonso zu verschonen und die Gesundheit seines Sturmkontrahenten zu gefährden. "Also bin ich auf Kuyt zugefahren, und er schaffte es zum Glück, aus dem Weg zu springen." Nachdem Crouch sein Kart zurück auf die Strecke gelenkt habe, sei er hinausgesprungen: "Das Kart traf eine Mauer und ging in Flammen auf." Crouch, das sollte man erwähnen, erzählte dies laut lachend.

Kuyt erzielte gegen Mailand übrigens einen Treffer, Liverpool verlor trotzdem 1:2. Peter Crouch wurde erst in der 78. Minute eingewechselt.

© SZ vom 14.12.2017/fse

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