Personalpläne bei Schalke 04 Lösung im Fall Boateng?

Heldt kündigte an, in den nächsten Tagen ein Gespräch mit Boatengs Management zu führen, um zu klären, "warum es nicht geklappt hat" - und die nächsten Schritte zu bereden. Schalke will Boateng weiterhin verkaufen, und der Manager ist zuversichtlich, dass dieser Wunsch auch in Erfüllung gehen wird: "Es hat in der Vergangenheit Interessenten gegeben, und die wird es auch in Zukunft geben", sagte er.

Die Frage ist allerdings, ob diese Adressen auch bei Boateng Anklang finden. Einen Drei-Jahres-Vertrag mit einem chinesischen Klub, der angeblich mit sechs Millionen Euro Jahresgehalt dotiert war (netto), schlug der Spieler aus. Auch ein möglicher Wechsel in die USA kam nicht zustande. In Lissabon, berichtet dort die Sportpresse, sollen ihm 1,5 Millionen Jahresgehalt nicht genügt haben. Nun soll Beşiktaş Istanbul Interesse haben.

Der türkische Klub, der Mario Gomez verpflichtet hat, sucht eine routinierte Verstärkung fürs Mittelfeld. Boateng könnte den Platz besetzen, den eigentlich der schweizerische Nationalspieler Gökhan Inler einnehmen sollte. Mit dem SSC Neapel, Inlers Arbeitgeber, konnte sich Beşiktaş nicht auf die Ablöse einigen, berichten Medien beider Länder.

So könnte sich stattdessen ein Kreis schließen. Denn an dem 31-Jährigen Inler, den Ottmar Hitzfeld einst zum Nati-Captain beförderte, zeigt auch Schalke Interesse. Heldt bestätigte, man habe Neapel darüber informiert und Kontakt zu Inlers Beratern aufgenommen. Das nötige Zwiegespräch zwischen Trainer André Breitenreiter und Inler habe es jedoch noch nicht gegeben. Inler hat in Neapel einen Vertrag bis 2016, es würde den Wechsel also erheblich erleichtern, wenn Boateng nicht länger das Budget belastet.

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