Die Gratulationstouren auf dem Rasen waren abgeschlossen und der siegreiche Kollege Carlo Ancelotti herzlich umarmt, da fand Josep Guardiola, 54, doch noch Kraft, wo man keine mehr vermutet hätte. Fast das ganze Spiel über hatte Guardiola die Hände in den Hosentaschen verborgen und war mit latent und mitunter deutlich gebeugtem Nacken, grübelnd und tragisch hadernd, durch die Trainerzone gelaufen. Nun aber blickte er noch mal nach oben und sah unter dem Dach des Bernabéu-Stadions das Häuflein der Fans von Manchester City, die sich noch nicht auf den Weg an die Theken der Stadt gemacht hatten, um den Schmerz über die soeben gesehene Vorführung zu anästhesieren. Guardiola winkte und setzte dann an, ihnen mit zusammengekniffenen Lippen zu applaudieren. Sie klatschten zurück. Und wenn man nicht völlig fehlging, so war die Geste von aufrichtiger Dankbarkeit und Anerkennung getragen.
Manchester City in der Champions LeagueEs war einmal der Guardiola-Fußball
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Nahm die Niederlage gegen Real Madrid äußerlich gelassen hin: Pep Guardiola.
David Ramos/Getty ImagesEin gespenstisches Manchester City ist Real Madrid klar unterlegen, ein Neuaufbau der Mannschaft scheint trotz teurer Wintertransfers unausweichlich zu sein. Die Frage ist: Hat Trainer Pep Guardiola dafür noch die Kraft?
Von Javier Cáceres, Madrid
