Radrennen Paris–RoubaixAuf diesem Pflaster geht es wild zu

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„Seitdem war es mein Ziel, hierherzukommen und den Finger in den Himmel zu strecken“: Der belgische Radprofi Wout van Aert verlor 2018 einen Teamkollegen, der bei Paris–Roubaix starb.
„Seitdem war es mein Ziel, hierherzukommen und den Finger in den Himmel zu strecken“: Der belgische Radprofi Wout van Aert verlor 2018 einen Teamkollegen, der bei Paris–Roubaix starb. Francois Lo Presti/AFP

Wout van Aert entreißt Tadej Pogacar bei Paris–Roubaix den fehlenden Sieg auf der Landkarte der Monumente. Über einen Radklassiker auf historisch tragischem Terrain – und die Widmung an einen Verstorbenen.

Von Korbinian Eisenberger

Man könnte meinen, der Staub Nordfrankreichs sei längst Geschichte, die langen Pflasterpassagen ein Anachronismus in einer glattgebügelten Welt aus Karbon, Wattwerten und Sponsorenfarben. Doch dann bricht ein Aprilsonntag an, irgendwo zwischen Compiègne und Roubaix, und alles, was modern sein will, zerbricht an der alten Wahrheit des Radsports: Paris–Roubaix fährt man nicht – man erträgt es.

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