Deutsche bei den ParalympicsSilber für Forster, zwei Medaillen im Langlauf

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Anna-Lena Forster gewann in der Abfahrt bereits Gold und im Super-G nun auch noch Silber.
Anna-Lena Forster gewann in der Abfahrt bereits Gold und im Super-G nun auch noch Silber. Lisi Niesner/Reuters

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster gewinnt ihre zweite Medaille bei den Paralympics. Im Langlauf-Sprint überzeugen Sebastian Marburger und Linn Kazmaier ebenfalls mit Silber – Leonie Walter wird disqualifiziert.

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster hat bei den Paralympischen Winterspielen ihre zweite Medaille gewonnen. Die deutsche Fahnenträgerin musste sich in der Super-Kombination in Cortina d’Ampezzo in der sitzenden Startklasse nur ihrer spanischen Rivalin Audrey Pascual Seco geschlagen geben und gewann Silber. Forster, die in der Abfahrt bereits Gold gewonnen hatte, lag nach dem ersten Lauf im Super-G bereits 2,82 Sekunden hinter Pascual Seco.

Im zweiten Durchgang in ihrer Paradedisziplin Slalom war die 30-Jährige aus Radolfzell zwar schneller, den Rückstand konnte sie aber nicht mehr ganz aufholen. 0,46 Sekunden lag Forster letztlich zurück. Bronze ging an die Chinesin Sitong Liu (+3,31). In Peking 2022 und in Pyeongchang 2018 hatte Forster die Super-Kombination jeweils gewonnen. Insgesamt kommt sie nun auf elf Medaillen bei Winterspielen.

Angeschlagen und trotzdem Silber bei der Paralympics-Premiere: Sebastian Marburger.
Angeschlagen und trotzdem Silber bei der Paralympics-Premiere: Sebastian Marburger. Sarah Meyssonnier/Reuters

In Tesero gab es unterdessen sogar drei Medaillenplatzierungen für deutsche Langläufer im Klassik-Sprint – von denen aber wegen einer Dusqualifikation nur zwei übrig blieben, für Sebastian Marburger und Linn Kazmaier.

Sebastian Marburger gewann in der stehenden Klasse Silber; für den 28-Jährigen, der angeschlagen ins Rennen gegangen war, war es bei seiner Paralympics-Premiere die erste Medaille. Er musste sich lediglich Raman Swirydsenka aus Belarus um 2,7 Sekunden geschlagen geben. Benjamin Daviet aus Frankreich wurde Dritter.

Marburger war in den Tagen vor dem Rennen wegen eines Infekts der oberen Atemwege stark beeinträchtigt gewesen. „Ich bin einfach mega happy. Ich habe nicht geglaubt, dass es so gut aufgeht. Es war schon sehr grenzwertig. Deswegen überlege ich, ob das sinnvoll ist, morgen an den Start zu gehen. Ich muss erst mal schauen, wie das Rennen angeschlagen hat“, sagte Marburger mit Blick auf die zehn Kilometer am Mittwoch.

Leonie Walter hatte im Biathlon-Sprint schon Bronze geholt, nun kam sie mit Guide Christian Krasman hinter der Russin Anastasija Bagijan ins Ziel - wurde später jedoch disqualifiziert.
Leonie Walter hatte im Biathlon-Sprint schon Bronze geholt, nun kam sie mit Guide Christian Krasman hinter der Russin Anastasija Bagijan ins Ziel - wurde später jedoch disqualifiziert. Luke Hales/Getty Images

Bei den Sehbehinderten kamen Leonie Walter und Linn Kazmaier zunächst hinter der Russin Anastasija Bagijan auf dem Silber- und Bronzerang ins Ziel. Walter, 22, die im Biathlon-Sprint schon Bronze geholt hatte, wurde allerdings wegen eines Verstoßes gegen eine Technikregel auf Rang vier zurückgestuft. Kazmaier, 19, mit Guide Florian Baumann ursprünglich Dritte, wurde auf den Silberrang hochgestuft.

Kathrin Marchand verpasste bei ihrer Winter-Premiere dagegen hauchdünn das Podium. Die 35-Jährige, die als Ruderin bereits zweimal bei Olympischen Spielen und einmal bei den Sommer-Paralympics am Start gewesen war, lief im Klassik-Sprint beim Sieg der Norwegerin Vilde Nilsen mit nur 1,9 Sekunden Rückstand auf einen beachtlichen vierten Rang. Marchand hatte vor fünf Jahren einen Schlaganfall erlitten und war danach vom olympischen in den paralympischen Sport gewechselt.

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