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Paralympics in London:Schwestern holen Doppel-Gold im Judo

Erfolgreicher Auftakt für die deutschen Athleten bei den Paralympics in London: Innerhalb von weniger als einer halben Stunde gewinnen die Schwestern Carmen und Ramona Brussig jeweils Gold im Judo. Auch die deutschen Schwimmer starten mit Medaillen.

Das doppelte Gold im Judo hat am Donnerstagabend einen erfolgreichen ersten Tag bei den Paralympics in London gekrönt. Innerhalb von nicht einmal einer halben Stunde gewannen die 35 Jahre alten Zwillingsschwestern Carmen und Ramona Brussig jeweils Gold im Judo.

2012 London Paralympics - Day 1 - Judo

Doppel-Gold: Carmen und Ramona Brussig (von links).

(Foto: Getty Images)

Zuerst setzte sich Carmen in der Klasse bis 48 kg gegen Kai-Lin Lee aus Taipeh durch, dann gewann Ramona das Finale der Klasse bis 52 kg gegen Lijing Wang aus China. Ramona wird bei den Blinden geführt, die 15 Minuten ältere Carmen bei den Sehbehinderten.

Insgesamt holte Deutschland am ersten Tag der Spiele sechs Medaillen, je zweimal Gold, Silber und Bronze. Dabei hat Kirsten Bruhn einen goldenen Auftakt bei den Schwimmern verpasst. Die 42-Jährige aus Neumünster, Weltrekordlerin über diese Strecke, holte über 100 m Rücken in 1:25,22 Minuten Silber hinter Jacqueline Freney (1:22,84) aus Australien. "Mit Silber bin ich zufrieden, mit dem Rennen nicht. Das war ein einziger Krampf", sagte die zweimalige Paralympics-Siegerin.

Bronze im Becken holte Sebastian Iwanow aus Leverkusen, dem von Geburt an ein Schienbein fehlt, bei seinem ersten Paralympics-Start über 100 m Rücken. "Damit hätte ich nie gerechnet, aber das war ein perfektes Rennen", sagte der 27-Jährige. Damit haben die Paralympics-Schwimmer schon nach dem ersten Tag zwei Medaillen mehr auf dem Konto als die deutschen Olympia-Athleten im Aquatic Center.

Das Foto ihrer überraschenden Silbermedaille im Schießen schickte Manuela Schmermund derweil sofort um die Welt. "Da ist das Ding!", twitterte sie nach dem silbernen Auftakt für Deutschland im ersten Wettbewerb der Paralympics, und schon vor Ort hatte die 40-Jährige einen prominenten Fan gewonnen. "Was sie geleistet hat, ist bewundernswert. Eine tolle Frau", sagte Tribünengast Sir Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC).

© Süddeutsche.de/sid/ebc
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