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Paralympics:Biathleten Eskau und Fleig gewinnen Gold

2018 Paralympic Winter Games - Day 7

Gold für Andrea Eskau: Die Biathletin freut sich nach ihrem Erfolg.

(Foto: Getty Images)
  • Die deutschen Biathleten Andrea Eskau und Martin Fleig holen bei den Paralympics in der Nacht auf Freitag Gold.
  • Eskau siegt über 12,5 Kilometer, Fleig über 15 Kilometer, beide in der sitzenden Klasse.
  • Die sehbehinderte Clara Klug holt über 12,5 Kilometer ihre zweite Bronzemedaille.

Andrea Eskau und Martin Fleig haben bei den Paralympics in Pyeongchang im Biathlon Gold geholt. Die 46 Jahre alte Eskau vom USC Magdeburg triumphierte in der sitzenden Klasse über 12,5 Kilometer mit 18,8 Sekunden Vorsprung vor der Amerikanerin Oksana Masters. Eskau blieb ohne Schießfehler.

Fleig siegte über 15 Kilometer ebenfalls in der sitzenden Klasse nach einer fehlerlosen Vorstellung mit 45,5 Sekunden vor dem Amerikaner Daniel Cnossen. Für den 28-Jährigen aus Freiburg war es die erste Paralympics-Medaille überhaupt.

Die sehbehinderte Clara Klug holte über 12,5 Kilometer beim Sieg der umstrittenen Russin Miachlina Lysowa, die als neutrale paralympische Athletin startet, zudem ihre zweite Bronzemedaille. Schon über zehn Kilometer war die 23-Jährige Dritte geworden.

Für Eskau war es nach Gold im Biathlon über zehn Kilometer sowie Silber im Langlauf über 12,5 Kilometer und im Sprint bereits die vierte Medaille in Südkorea, insgesamt die 13. bei Paralympics in ihrer Karriere. Achtmal gewann die querschnittsgelähmte Athletin, die im Sommer mit dem Handbike Titel sammelt, bisher Gold, davon viermal im Winter.

Für das deutsche Team stehen bisher 15 Medaillen in der Bilanz, sechs davon in Gold. Dazu kommen sieben Silbermedaillen und zweimal Bronze. Für die Männer im deutschen Team war es die erste Medaille seit über acht Jahren. 2010 in Vancouver hatte Gerd Schönfelder die letzte Männer-Medaille für die deutschen Behindertensportler geholt. In Sotschi 2014 waren alle 15 Medaillen auf das Konto der Frauen gegangen. Auch in Pyeongchang hatte es zunächst 13-mal Edelmetall für das Frauenteam gegeben.

© SZ.de/sid/fued/mane
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