Paralympics:15-Jährige gewinnt ihre dritte Medaille

Lesezeit: 3 min

Beijing 2022 Winter Paralympic Games - Para Cross-Country Skiing

Sehr erfolgreich bei den Paralympics unterwegs: Linn Kazmaier, 15.

(Foto: REUTERS)

Linn Kazmaier holt Bronze bei den Paralympics, auch Marco Maier ist erfolgreich. Gladbach muss auf Trainer Adi Hütter verzichten. Der DFB bestätigt den Punktabzug gegen Drittligist Türkgücü München.

Meldungen im Überblick

Paralympics, Peking: Die 15 Jahre alte Linn Kazmaier hat bei den Paralympics in Peking ihre dritte Medaille gewonnen. Im Langlauf-Sprint der Sehbehinderten sicherte sich die jüngste deutsche Teilnehmerin mit Guide Florian Baumann in China am Mittwoch den dritten Platz. Kazmaier holte zuvor im Biathlon und über 10 Kilometer im Langlauf jeweils die Silbermedaille. Paralympicssiegerin wurde die Österreicherin Carina Edlinger vor Oksana Schischkowa aus der Ukraine. Leonie Walter kam einen Tag nach ihrem überraschenden Erfolg im Biathlon mit Guide Pirmin Strecker als Vierte ins Ziel.

Beijing 2022 Winter Paralympic Games - Para Cross-Country Skiing

Marco Maier (links) gewinnt Silber in Peking.

(Foto: REUTERS)

Zuvor hat Skilangläufer Marco Maier in Peking seine zweite Silbermedaille gewonnen. Der 22 Jahre alte Oberstdorfer musste sich im Sprint-Finale der stehenden Klasse nur dem Franzosen Benjamin Daviet geschlagen geben. Zuvor hatte Maier bei seinem Debüt den zweiten Platz im Biathlon-Sprint erreicht. Auch die deutschen Frauen haben bereits eine Medaille sicher. Die 15-jährige Linn Kazmaier mit Guide Florian Baumann und die 18 Jahre alte Biathlon-Siegerin Leonie Walter mit Guide Pirmin Strecker stehen im Endlauf der Sehbehinderten-Klasse. Da dort nur vier Athletinnen starten, wird mindestens eine von ihnen auf dem Podium stehen.

Maier startete nach zurückhaltendem Beginn zur Hälfte des Rennens seinen Angriff auf die Konkurrenz. Bei widrigen Bedingungen auf nassem Schnee in Zhangjiakou lief er bis auf den zweiten Rang vor, Daviet war jedoch bereits enteilt. Unter großem Applaus der deutschen Delegation behauptete Maier auf der Zielgeraden gegen den Ukrainer Grigori Wowtschinski Silber. Biathlon-Bronzemedaillengewinnerin Anja Wicker war im Halbfinale der sitzenden Klasse als Letzte ausgeschieden. "Bei den Bedingungen war nicht mehr drin für mich", sagte die 30 Jahre alte Stuttgarterin: "Die Arme waren auch noch so ein bisschen schwer von Dienstag. Das ist keine gute Kombination."

Bundesliga, Gladbach: Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach muss im Kellerduell gegen Hertha BSC am Samstag (18.30 Uhr/Sky) ohne Trainer Adi Hütter auskommen. Der Österreicher hat sich wie auch sein Co-Trainer Frank Geideck mit dem Coronavirus infiziert. Das gab der fünfmalige deutsche Meister nach dem PCR-Test am Mittwoch bekannt. Hütter wird gegen die Berliner durch Christian Peintinger ersetzt. Gladbach hat als Tabellen-13. vier Punkte Vorsprung auf die Hertha auf dem Relegationsplatz.

3. Liga, Türkgücü: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Abzug von insgesamt elf Punkten für den finanziell angeschlagenen Drittligisten Türkgücü München bestätigt. Die Fachgruppe Spielbetriebe der DFB GmbH & Co. KG wies die beiden Widersprüche des Klubs ab. Somit bleibt Türkgücü mit aktuell 18 Zählern am Tabellenende. Der Abzug setzt sich aus zwei Sanktionen zusammen. Neun Punkte werden wegen des Ende Januar gestellten Insolvenzantrags abgezogen, weitere zwei wegen eines Auflagenverstoßes. Die Münchner hatten gegen beide Strafen Widerspruch eingelegt, jeweils ohne Erfolg. Die Entscheidungen sind noch nicht rechtskräftig. Gegen den Neun-Punkte-Abzug kann der Klub innerhalb einer Woche Beschwerde beim DFB-Präsidium einlegen. Beim Zwei-Punkte-Abzug beträgt die Einspruchsfrist drei Tage.

Basketball, BBL: Tabellenführer Bayern München hat im Spitzenspiel der Basketball Bundesliga (BBL) seine höchste Saisonniederlage kassiert. Die Münchner, die erneut auf ihren Trainer Andrea Trinchieri verzichten mussten, unterlagen am 24. Spieltag bei den Telekom Baskets Bonn überraschend klar mit 61:96 (27:48) und liegen nur noch zwei Zähler vor dem ersten Verfolger aus dem Rheinland. Paul Zipser kam nach langer Zwangspause wegen der Folgen einer Hirn-OP zum dritten Einsatz seit seinem Comeback. Der Nationalspieler stand knapp 21 Minuten auf dem Court und erzielte zwei Punkte. Bester Werfer der Münchner war Deshaun Thomas mit 14 Punkten. Bonns Javontae Hawkins überragte mit 23 Zählern. Die Gastgeber verzeichneten starke Trefferquoten - so ging fast die Hälfte der Dreierversuche rein. Bayern lag nur zu Beginn des Spiels einmal vorn (5:2).

2. Bundesliga, HSV: Das Amtsgericht Hamburg-Altona wird kein Verfahren gegen Zweitligaprofi Bakery Jatta vom Hamburger SV eröffnen. Nach Auffassung des Amtsgerichts besteht "keine überwiegende Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Angeschuldigte über seine Identität getäuscht hat". Weitere Ermittlungen gegen den 23 Jahre alten Gambier wurden nicht veranlasst. Das Amtsgericht sieht "nach dem vorliegenden Ermittlungsergebnis keinen hinreichenden Tatverdacht gegen den Angeschuldigten", heißt es in einer Mitteilung des Hanseatischen Oberlandesgericht, die dem Sportinformationsdienst SID vorliegt. Das Hamburger Abendblatt hatte zuerst über die Entscheidung berichtet.

"Die Bild-Zeitung und die Staatsanwaltschaft wurden deutlich in die Schranken gewiesen", sagte Jattas Anwalt Thomas Bliwier dem SID: "Das Gericht hat bestätigt, was wir immer gesagt haben: Es gibt keinen Verdacht gegen Herrn Jatta." Die Hamburger Staatsanwaltschaft kann noch Beschwerde gegen die Entscheidung einlegen. HSV-Sportvorstand Jonas Boldt hofft, "dass diese Akte nun endgültig geschlossen ist". Jatta "war, ist und bleibt für uns ein voll integrierter Mitmensch und kann seine gute Gesamtentwicklung als unser Spieler hoffentlich fortsetzen." Die Strafverfolgungsbehörde hatte Jatta im Dezember Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz und mittelbare Falschbeurkundung vorgeworfen und mitgeteilt, dass der Profi nach Auffassung der Staatsanwaltschaft eigentlich Bakary Daffeh heiße.

Zur SZ-Startseite

Tod von Shane Warne
:Keiner warf den Ball wie er

Shane Warne prägte den Weltsport Cricket, weil er mit einem kleinen Lederball Wunderdinge vollbringen konnte. Die Leute aber liebten ihn, weil er das Klischee eines Australiers erfüllte.

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB