In einem Instagram-Video des Para-Schwimmweltverbands vollführt der Chinese Guo Jincheng eine Wende. Die Rolle unter Wasser am Ende der Bahn ist für Schwimmerinnen und Schwimmer elementar – schneller lässt sich die Richtung nicht ändern. Guo hat jedoch keine Arme. Er knallt, um abzubremsen, mit dem Kopf gegen die Wand des Beckens. Sein Nacken wird gestaucht und muss die gesamte Geschwindigkeit absorbieren. Erst dann kann er die Füße nach vorn bringen und sich in die entgegengesetzte Richtung abstoßen.
MeinungVerletzungsrisiko im BehindertensportIm Parasport knallen die Schwimmer mit dem Kopf gegen den Beckenrand. Das muss anders gehen
Kommentar von Otis Schaffeld
Lesezeit: 2 Min.

Schwimmer, die keine Arme haben, müssen bei der WM Schäden an Kopf und Wirbelsäule in Kauf nehmen, um ihre Rennen zu gewinnen. Gerade im Behindertensport ist das ein absurder Zustand.
