MeinungVerletzungsrisiko im BehindertensportIm Parasport knallen die Schwimmer mit dem Kopf gegen den Beckenrand. Das muss anders gehen

Kommentar von Otis Schaffeld

Lesezeit: 2 Min.

Der ohne Arme geborene Chinese Jincheng Guo ist einer der Para-Athleten, die bei der WM in Shanghai mit dem Kopf anstoßen müssen, um die Zeitmessung zu stoppen.
Der ohne Arme geborene Chinese Jincheng Guo ist einer der Para-Athleten, die bei der WM in Shanghai mit dem Kopf anstoßen müssen, um die Zeitmessung zu stoppen. Yong Teck Lim/Getty Images

Schwimmer, die keine Arme haben, müssen bei der WM Schäden an Kopf und Wirbelsäule in Kauf nehmen, um ihre Rennen zu gewinnen. Gerade im Behindertensport ist das ein absurder Zustand.

In einem Instagram-Video des Para-Schwimmweltverbands vollführt der Chinese Guo Jincheng eine Wende. Die Rolle unter Wasser am Ende der Bahn ist für Schwimmerinnen und Schwimmer elementar – schneller lässt sich die Richtung nicht ändern. Guo hat jedoch keine Arme. Er knallt, um abzubremsen, mit dem Kopf gegen die Wand des Beckens. Sein Nacken wird gestaucht und muss die gesamte Geschwindigkeit absorbieren. Erst dann kann er die Füße nach vorn bringen und sich in die entgegengesetzte Richtung abstoßen.

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