Olympische Winterspiele:Sportler fordern Erhalt der Nordischen Kombination

Prominente Wintersportler wie Karl Geiger, Johannes Rydzek und Eric Frenzel haben die Aufnahme der Nordischen Kombiniererinnen in das Programm der Olympischen Winterspiele gefordert. "Die Entscheidung am Freitag ist wegweisend für die ganze Sportart", sagte der sechsmalige Weltmeister Rydzek. Skispringer Geiger, als Kind selbst Kombinierer, sorgt sich sogar um die Zukunft der gesamten Disziplin. Eine Sportart "mit so einer Tradition" dürfe nicht aus dem Programm fallen, sagte Geiger. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet am Freitag über die Aufnahme der Frauen für die Winterspiele 2026. Die Sorge: Sollte es bei einem "Nein" bleiben, könnte 2030 auch die Männer-Kombination fallen.

Das fürchtet auch Rydzek. "Die Olympischen Spiele, die von der Tradition leben, dürfen nicht anfangen, ihre ältesten Sportarten aus dem Programm zu kicken, nur weil sie vielleicht gerade nicht so populär sind", sagte der Olympiasieger. Ohne die Kombination würde späteren Spezialspringern wie Geiger die Basis fehlen. "So stirbt eine nordische Sportart langsam aus", sagte Rydzek. Eric Frenzel gab an, er sei "überrascht" gewesen, "dass eine Streichung im Raum steht. Es sollte ins Positive gedacht und die Damen aufgenommen werden", sagte der Sportsoldat in einem Interview.

Aktuell ist die Kombination die einzige Disziplin der Winterspiele, in der keine Frauen am Start sind. Das IOC hat sich eine Ausgewogenheit der Geschlechter zum Ziel gesetzt - diese könnte auch mit dem Aus für die Männer hergestellt werden. Die Frauen fordern seit Jahren Gleichberechtigung, der Antrag auf eine Aufnahme für Peking 2022 war jedoch gescheitert.

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