Olympische Spiele:Keine Verlegung der Eröffnungsfeier

Für Frankreichs Sportministerin Amelie Oudea-Castera steht eine Verlegung der geplanten Olympia-Eröffnungsfeier auf der Seine aus Sorge vor terroristischen Anschlägen nicht zur Diskussion. "Wir haben keinen Plan B; wir haben einen Plan A, in dem es mehrere Pläne B gibt", sagte Oudea-Castera im Radio France. Zur Sicherheitslage erklärte die Ministerin, dass "terroristische Bedrohung und insbesondere islamistische Bedrohung" existiere, diese Situation sei jedoch "nicht neu und weder spezifisch für Frankreich noch spezifisch für die Spiele". Die Ministerin versicherte, die Politik werde alles tun, um die Terrorgefahr "mit absoluter Wachsamkeit auf ein Minimum zu reduzieren".

Am Freitag wurde bei einer mutmaßlich islamistisch motivierten Attacke in Paris nahe dem Eiffelturm ein deutscher Tourist getötet. Zwei weitere Personen verletzte der Angreifer mit einem Hammer.

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele soll am 26. Juli auf der Seine zwischen der Pont d'Austerlitz und der Pont d'Iena stattfinden. Laut Oudea-Castera gibt es eine "Reihe von Anpassungsvariablen", darunter etwa eine Reduzierung der Zuschauerzahl. Entscheidungen würden im Frühjahr fallen. "Die Eröffnungszeremonie stellt zweifellos eine ganz besondere Sicherheitsherausforderung dar, das wissen wir seit dem ersten Tag", sagte die Politikerin der Renaissance-Partei. Die Sicherheitsvorkehrungen während der Olympischen und Paralympischen Spiele werden demnach sehr hoch sein: "Minenräumer, Hundestaffeln - wir sind für all das ausgerüstet. Wir haben die Kapazität, diese Veranstaltung zu sichern."

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