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Olympia:Verstorbener Kanu-Trainer: Henzes Organe retten Menschenleben

Der tödlich verunglückte deutsche Kanuslalom-Trainer Stefan Henze spendete mehrere Organe. Diese wurden erfolgreich transplantiert.

Der tödlich verunglückte deutsche Kanuslalom-Trainer Stefan Henze hat als Organspender mehrere Menschenleben gerettet. Vier Organe, darunter das Herz, wurden erfolgreich transplantiert. Dies bestätigte die Gesundheitsbehörde des Bundeslandes Rio de Janeiro der Agentur SID. Henze war am Montag an den Folgen eines Autounfalls gestorbenen.

"Herz, Leber und beide Nieren wurden erfolgreich transplantiert. Damit hat er vier Menschenleben gerettet", sagte Sprecherin Roberta Napolis. Henzes Familie, die nach dem Unfall nach Rio gereist war, habe die Organentnahme genehmigt. Über die Transplantation des Herzens, die am Instituto Nacional de Cardiologia (INC) in Rio durchgeführt worden ist, hatte zuerst die Tageszeitung O Globo berichtet.

"Die Familie des Deutschen hat eine Geste enormer Großzügigkeit gezeigt", zitierte O Globo den INC-Chefchirurgen Alexandre Siciliano.

"Das geht an keinem spurlos vorbei. Vielleicht sind wir alle ein bisschen für Stefan gefahren", sagte Sebastian Brendel nach seiner Goldfahrt im Canadier-Einer auf der Lagoa Rodrigo de Freitas. "Wir dürfen die Tragik um Stefan Henze nicht vergessen. Das bringt uns zum Nachdenken", sagte Reck-Olympiasieger Hambüchen.

Trotz aller Freude über Gold für Brendel sowie Silber für Franziska Weber und Tina Dietze im Kajak-Zweier war die Stimmung im Deutschen Kanu-Verband verhalten. "Es werden keine Freudenfeste", sagte DKV-Präsident Thomas Konietzko: "Die Trauer steckt bei jedem tief drinnen. Stefan hätte aber gewollt, dass wir uns auf den Sport konzentrieren."

Henze war am Montag im Alter von nur 35 Jahren an den Folgen der schweren Verletzungen, die er bei einem Verkehrsunfall am frühen Freitagmorgen erlitten hatte, im Kreise seiner Familie gestorben.

© SZ.de/sid/fred/liv
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