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Olympia:Tokio plant und verhandelt

Japans Olympia-Macher können auch für die aufs nächste Jahr verschobenen Sommerspiele wohl mit allen Austragungsstätten planen. Das berichteten japanische Medien am Donnerstag. Ein Sprecher des Organisationskomitees wollte dies jedoch nicht bestätigen und bedauerte mit Blick auf die beteiligten Parteien solche Berichte. Es gebe derzeit nichts Offizielles dazu bekanntzugeben, sagte der Sprecher der Spiele in Tokio, Masa Takay.

Wegen der Pandemie hatten Japan und das Internationale Olympische Komitee (IOC) Ende März die Spiele verschoben. Sie sollen nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden. Mitte Juni hatten Japans Olympia-Organisatoren erklärt, man habe für rund 80 Prozent der Austragungsstätten das Einverständnis der Betreiber. Seither wurde weiter verhandelt. Als besonderes schwierig gelten die Gespräche mit den Investoren für die Wohnflächen, die für das Olympische Dorf vorgesehen sind.

Auch der Wettkampfkalender werde grundsätzlich derselbe sein wie der, der für die eigentlich in diesem Jahr geplanten Spiele erstellt worden war. Ein entsprechender Plan solle der Generalversammlung des Internationalen Olympischen Komitees am 17. Juli vorgelegt werden. Japans Olympiaplaner wollen die Sommerspiele simpler veranstalten als ursprünglich 2020 geplant. Priorität habe die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten und der Zuschauer. Zugleich wolle man die Kosten für die Spiele deutlich reduzieren.

Auch hierzu wollte der Sprecher der Spiele noch keine Einzelheiten nennen. Als größte Herausforderung sehen Japans Olympia-Macher notwendige Maßnahmen gegen das Coronavirus an. Japans Hauptstadt Tokio meldete am Donnerstag 224 neue Infektionsfälle und damit den höchsten Wert an Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden seit Ausbruch der Pandemie. Die Zahl der Infizierten war seit der Aufhebung des landesweiten Corona-Notstandes am 25. Mai wieder gestiegen. Dass die japanische Fußball-Liga J-League sowie der Baseball wieder den Spielbetrieb aufgenommen haben, sei für die Olympia-Organisatoren ermutigend, heißt es.

© SZ vom 10.07.2020 / dpa

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