Livigno also, zum Abschluss dieser wundervollen Olympia-Karriere, das macht für Anna Gasser vieles einfacher. In Peking, bei den Corona-Spielen vor vier Jahren, hatte sie noch ihren „ganzen Koffer angefüllt“ mit Essen von daheim: Spaghetti, Schokolade, Müsli, all das nahm Gasser damals etwas panisch mit nach China, ins Ungewisse. Es wurde eine Olympia-Reise in eine abgeschottete, verängstigte Corona-Welt, ohne allzu lebensfrohen Austausch. Und die Bilder vom Big-Air-Zentrum in Shougang sind auch noch in Erinnerung geblieben. Auf dem früheren Gelände eines Stahlkraftwerks fand der Big-Air-Wettkampf damals statt, die Kulisse für die besten Snowboard-Artistinnen wirkte brutalistisch, nach Wintersport sah die Gegend nicht aus. Für Anna Gasser wurde es dennoch der Ort ihres größten Triumphs.
Snowboard-Pionierin Anna GasserAnna und die jungen Artistinnen
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Zweimal hat Anna Gasser schon Olympia-Gold im Big Air gewonnen. Und jetzt? Ist die Konkurrenz zehn bis 15 Jahre jünger als sie. Doch die Österreicherin hat den Sport erst groß gemacht.
Von Felix Haselsteiner, Livigno

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