Die Anreise zu ihren sechsten Olympischen Winterspielen hatte sich die Skeletonfahrerin Katie Uhlaender etwas anders vorgestellt. Statt sich vorab mit der neuen Olympiakollektion der US-Mannschaft einzudecken, ins Olympische Dorf einzuziehen, die Eröffnungsfeier zu genießen, erhielt Uhlaender drei Tage, nachdem die Spiele begonnen hatten, die frohe Kunde, dass sie nun doch nach Cortina d’Ampezzo reisen durfte, an die Stätte der Skeletonrennen. Sie warf alle (notdürftig gewaschenen) Kleider in einen Koffer, rauschte fünf Stunden per Auto von Lake Placid nach Boston, dann per Flug nach Italien. Dort traf sie aber nicht als Teilnehmerin ein, sondern als Zuschauerin – der dänische Verband hatte sie spontan eingeladen, als Geste der Wiedergutmachung. „Das“, sagt Uhlaender, wenn man sie in diesen Tagen anruft, „hat mir definitiv dabei geholfen, den Kummer zu verarbeiten.“
SkeletonDie Amerikanerin, deren Start durch Manipulation verhindert wurde
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Katie Uhlaender verpasste die Olympia-Qualifikation, weil die Konkurrenz Wettkämpfe fingierte. Obwohl der Weltverband zu ihren Gunsten entschied, darf sie nicht teilnehmen. Wie kann das sein?
Von Johannes Knuth, Mailand

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