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Olympia:USA holen erstes Langlauf-Gold

Cross-Country Skiing - Winter Olympics Day 12

Februar 2018: Kikkan Randall (rechts) und Jessica Diggins feiern ihren Sieg im Teamsprint bei den olympischen Spielen in Pyeongchang.

(Foto: Getty Images)

Langlauf: Kikkan Randall und Jessica Diggins haben bei den Winterspielen von Pyeongchang das erste Langlauf-Gold für die USA geholt. Das Duo gewann den Teamsprint über 6 x 1,25 Kilometer im freien Stil mit 0,19 Sekunden vor den Schwedinnen Charlotte Kalla und Stina Nilsson sowie Rekord-Winterolympionikin Marit Björgen und Maiken Caspersen Falla aus Norwegen. Das deutsche Duo Nicole Fessel (Oberstdorf) und Sandra Ringwald (Schonach) kam im Finale nur auf den zehnten und somit letzten Platz. Björgen verpasst mit ihrem dritten Platz ihre insgesamt achte Goldmedaille bei Olympia und liegt damit weiter auf dem dritten Platz der erfolgreichsten Sportler in der Geschichte der Winterspiele.

Dafür waren ihre norwegischen Teamkollegen Johannes Kläbo und Martin Johnsrud Sundby siegreich: Sie setzten sich im Teamsprint der Männer über 6 x 1,4 Kilometer gegen die Denis Spitsow und Alexander Bolschunow (Olympische Athleten aus Russland) sowie die Franzosen Maurice Manificat und Richard Jouve durch. Für Johannes Kläbo ist es seine dritte Goldmedaille in Pyeonchang. Das deutsche Duo Sebastian Eisenlauer und Thomas Bing hielt sich lange Zeit gut, musste sich am Ende jedoch genau wie die Damen mit dem zehnten und letzten Platz begnügen.

Eisschnellauf: Die Eisschnellläuferinnen aus Japan haben bei den Winterspielen in Pyeongchang Gold in der Teamverfolgung geholt und damit den zweiten aufeinanderfolgenden Triumph der Niederlande verhindert. Das japanische Trio Takagi Miho, Sato Ayano und Takagi Nana setzte sich im Finale in 2:53,89 Minuten gegen das Oranje-Team um Ireen Wüst durch. Bronze ging an die USA.

Wüst verpasst damit die Chance, sich zur neuen Nummer eins der olympischen Eisschnellauf-Geschichte zu küren. Die 31-Jährige wäre mit ihrem sechsten Olympiasieg an Lidija Skoblikowa vorbeigezogen, die zwischen 1960 und 1964 sechs Goldmedaillen für die Sowjetunion gewann. Im Gegensatz zu Wüst hat Skoblikowa aber nie Silber oder Bronze gewonnen. Wüsts Bilanz liegt weiter bei fünfmal Gold, viermal Silber und einmal Bronze. Das deutsche Team mit Claudia Pechstein, Roxanne Dufter und Gabriele Hirschbichler belegte den sechsten Platz.

Skicross: Die drei deutschen Skicrosser sind bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Der zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter zählende Paul Eckert scheiterte am Mittwoch ebenso bereits in der ersten K.o.-Runde wie Tim Hronek und Florian Wilmsmann. Eckert wurde nur Dritter seines Laufs. Der 27-Jährige hatte bei der Olympia-Generalprobe im kanadischen Nakiska seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Auch Tim Hronek schied als Dritter aus, Florian Wilmsmann wurde nur Vierter und damit Letzter.

"Das ist jetzt bitter, aber es ist manchmal schnell vorbei", sagte Hronek im ZDF. Jeweils die besten zwei Skicrosser eines Laufs ziehen in die nächste Runde ein. Auch Weltmeister Victor Öhling Norberg aus Schweden schied aus. Der Franzose Terence Tchiknavorian, der Österreicher Christoph Wahrstötter und der Kanadier Christopher Delbosco stürzten jeweils schwer und musste von Sanitätern von der Strecke gebracht werden. Tchiknavorian und Delbosco verloren bei Sprüngen in der Luft jeweils die Kontrolle und knallten anschließend heftig in den Schnee.

Sieger wurde letztlich der Kanadier Brady Leman, der nach der Enttäuschung von Sotschi diesmal Gold gewann. Der 31-Jährige, vor vier Jahren in Russland Vierter, setzte sich im Finale vor dem Schweizer Marc Bischofberger durch, Sergej Ridsik von den Olympischen Athleten aus Russland (OAR) holte Bronze.

© SZ.de/dpa/sid/jbe
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