Olympia Biedermann verlässt Rio ohne Medaille

Paul Biedermann (r.) kehrt von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ohne Medaille zurück.

(Foto: dpa)

Mit der Staffel schwimmt der Weltrekordler hinterher, auch für Europameisterin Franziska Hentke läuft es enttäuschend. US-Schwimmerin Katie Ledecky überragt. Ungarns Katinka Hosszu holt ihr drittes Gold.

US-Schwimmer Michael Phelps hat in Rio de Janeiro seine insgesamt 21. Goldmedaille bei Olympischen Spielen gewonnen und damit seine Position als erfolgreichster Olympionike ausgebaut. Nach seinem Sieg über 200 m Schmetterling gewann der 31-Jährige mit der US-Staffel auch über 4x200 m Freistil. Es war bereits seine dritte Medaille in Brasilien, zuvor hatte er Gold über 4x100m Freistil geholt.

Neben seinen 21 Triumphen hat Phelps bei fünf Olympia-Teilnahmen auch noch jeweils zweimal Silber und Bronze gewonnen. Damit ist der Mann aus Baltimore auch der medaillenreichste Athlet bei Olympischen Spielen.

Phelps hat nunmehr schon zwölf Goldmedaillen mehr als die im Ranking zweitplatzierte russische Kunstturnerin Larissa Latynina (9-5-4). Beste Deutsche ist Kanutin Birgit Fischer als Sechste mit 8 Gold- und 4 Silbermedaillen.

Paul Biedermann hat die ersehnte Olympia-Medaille mit der Staffel hingegen verpasst. Der Weltrekordler belegte im letzten Rennen seiner Karriere mit dem Freistil-Quartett den sechsten Platz. In 7:07,28 Minuten fehlten Biedermann, Florian Vogel, Christoph Fildebrandt und Clemens Rapp fast vier Sekunden auf Bronze.

Auch Phelps Landsfrau Katie Ledecky schwamm zu ihrem zweiten Olympia-Gold der Spiele von Rio. Sie schlug über 200 Meter Freistil nach 1:53,73 Minuten an. Rang zwei ging an die Schwedin Sarah Sjöström, die 1:54,08 Minuten benötigte. Dritte wurde die Australierin Emma Mckeon. Annika Bruhn aus Bietigheim war im Vorlauf ausgeschieden.

Hentke scheitert im Halbfinale

Europameisterin Franziska Hentke hat das Finale über 200 m Schmetterling verpasst. Die 27-Jährige aus Magdeburg, die als Medaillenkandidatin gestartet war, kam im Halbfinale in 2:07,67 Minuten nicht über den elften Platz hinaus. Damit blieb sie mehr als zwei Sekunden über ihrem deutschen Rekord aus dem vergangenen Jahr.

"Ich bin in guter Form, warum ich's nicht ins Wasser bringen kann, keine Ahnung", sagte Hentke mit Tränen in den Augen: "Ich bin einfach nur mehr als enttäuscht. Ich habe vier Jahre darauf hintrainiert." Zuvor war bereits Freistilsprinter Damian Wierling im Halbfinale über 100 m als 15. ausgeschieden.

Das Finale über 200 Meter Lagen gewann die Ungarin Katinka Hosszu. Nach ihrem Triumph über die 400-m-Distanz in Weltrekordzeit setzte sich die Doppel-Weltmeisterin in 2:06,58 Minuten durch. Sie verwies die Britin Siobhan-Marie O'Connor (2:06,88) und die US-Amerikanerin Maya Dirado (2:08,79) auf die nächsten Plätze.