OlympiaOlympia-Maskottchen: Kuschelige Zyklopen und Flackerfackeln

Am Anfang war der Hund: Die Geschichte des olympischen Maskottchens ist voller Fantasiegeschöpfe. Manches Plüschtier wurde geliebt, andere verspottet. Eine Typologie.

Von Saskia Aleythe

Geschichte der Olympia-Maskottchen – München 1972: Waldi

Am Anfang war der Hund: Die Geschichte des olympischen Maskottchens ist eine der farbenfrohen Kreaturen, von Glückskläffer Waldi bis zum einäugigen Stahltropfen. So manches Plüschtier wurde geliebt, andere hingegen verspottet. Eine Typologie der Olympia-Maskottchen.

Von Saskia Aleythe

Etliche Olympische Spiele mussten vergehen, bis in Dackel Waldi das erste offizielle Maskottchen ins Olympische Dorf einzog. Als Neuheit wurde er 1972 in München vorgestellt und die Welt nahm Waldi an, als hätte sie nie auf etwas anderes gewartet. Nicht nur Staffelläuferin Ingrid Becker schloss den pastellgestreiften Dackel schnell ins Herz, auch auf den Rängen begann das große Kuscheln. Vermarktet wurde der Dackel als Figur aus Plüsch und Plastik, als Anstecker und sogar in Form von Gummidrops gab es ihn damals. Widerstandskraft, Zähigkeit und Beweglichkeit sollte der Vierbeiner symbolisieren, seine bunten Streifen verliehen ihm eine große Portion Fröhlichkeit. Die Mehrfarbigkeit brachte Waldi allerdings auch den Spitznamen "LSD-Dackel" ein.

Bild: imago sportfotodienst 10. August 2016, 17:022016-08-10 17:02:49 © SZ.de/fred