MeinungHelmverbot für Ukraines SkeletonfahrerDas IOC liegt auf der richtigen und falschen Seite zugleich

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Kommentar von Johannes Knuth

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22 Athleten, manche erst neun Jahre alt: Wladyslaw Heraskewytsch gedenkt beim Trainingslauf in Cortina d’Ampezzo getöteten Sportlern aus der Ukraine.
22 Athleten, manche erst neun Jahre alt: Wladyslaw Heraskewytsch gedenkt beim Trainingslauf in Cortina d’Ampezzo getöteten Sportlern aus der Ukraine. Alessandra Tarantino/AP

Das IOC verbietet dem Skeletonpiloten Wladyslaw Heraskewytsch einen Helm mit ukrainischen Kriegsopfern. Dabei bespielt der Sport das olympische Spielfeld selbst großzügig mit politischen Botschaften.

Manche der Opfer waren erst neun Jahre alt, wie Judoka Wiktoria Iwaschko, getötet von russischen Raketen. Andere, wie der Boxer Pawlo Ischtschenko, hatten die Olympischen Spiele schon mal erlebt oder deren Nachwuchsableger, wie Biathlet Jewhen Malischew und Eiskunstläufer Dmitro Scharpar. Alle hatten noch Karrieren und Träume vor sich. Und manche der Getöteten waren seine Freunde, sagt der ukrainische Skeletonprofi Wladyslaw Heraskewytsch. Deshalb habe er ihre Bilder auf seinen Helm gedruckt, mit dem er am Montag das Training auf der Olympiabahn in Cortina d’Ampezzo bestritt und alle weiteren Läufe bestreiten wollte. Russlands Kriegsmaschinerie hat die Träume all dieser Sportler zermalmt, also wollte Heraskewytsch die Opfer zumindest auf seinem Helm mitnehmen, die Spiele zeigen.

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