Sie marschierte schnurstracks durch die Mixed-Zone der Pekinger Eisarena, an allen Journalisten vorbei, die auf sie warteten. Und auch bei der Pressekonferenz für die drei zur Halbzeit führenden Eiskunstläuferinnen der olympischen Einzel-Konkurrenz, gegen 23 Uhr, blieb ihr Platz in der Mitte frei. Russlands Olympia-Komitee ließ die Tagesbeste entschuldigen. Allzu großes Verständnis ihrer Kolleginnen hatte Kamila Walijewa, die nach der Schlusspirouette ihrer höchstbewerteten Kurzkür zu schluchzen begann, indes nicht zu erwarten. "Ob es mir leidtut für Kamila?", sagte die Drittplatzierte, die 21 Jahre alte Japanerin Kaori Sakamoto: "Ich glaube nicht."
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Ergebnislisten mit Sternchen, eine Siegerehrung, die womöglich ausfallen wird: Nach der Starterlaubnis der 15-jährigen Kamila Walijewa in der Kurzkür reagiert die Konkurrenz mit Unverständnis - und regt ein Umdenken an.
Von Barbara Klimke, Peking
