Überraschung im EiskunstlaufMalinin stürzt und landet nur auf Platz acht

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Ilia Malinin stürzt bei der Kür.
Ilia Malinin stürzt bei der Kür. Jamie Squire/Getty Images

Der große Favorit patzt in der Kür: Ilia Malinin macht im Finale des olympischen Eiskunstlaufwettbewerbs zu viele Fehler und fällt auf Rang acht zurück. Der Kasache Michail Schaidorow wird Olympiasieger.

Eiskunstlauf-Drama in Mailand: Ilia Malinin hat nach mehreren Fehlern in der Kür die olympische Goldmedaille bei den Winterspielen in Italien vollkommen überraschend verpasst. Der 21-Jährige patzte gleich bei mehreren Sprüngen und musste sich mit einem enttäuschenden achten Platz begnügen. Gold holte Sensations-Olympiasieger Michail Schaidorow aus Kasachstan. Fünf Tage zuvor hatte Malinin noch mit den USA im Teamevent gewonnen.

Der beste Eiskunstläufer der Welt musste damit die erste Niederlage nach mehr als zwei Jahren einstecken – und das bei Olympia. Nach dem Kurzprogramm hatte er noch geführt. „Dass der so auseinanderfällt, das hätte niemand erwartet“, sagte die zweimalige Olympiasiegerin Katarina Witt in der ARD. Malinin kam auf 264,49 Punkte, Schaidorow auf 291,58 Zähler. Silber sicherte sich Yuma Kagiyama aus Japan (280,06 Punkte) vor seinem Landsmann Shun Sato (274,90 Punkte).

Ilia Malinin war nach der Kür untröstlich.
Ilia Malinin war nach der Kür untröstlich. Yara Nardi/Reuters

„Favorit zu sein, ist das eine“, sagte Malinin noch nach seinem Kurzprogramm und fügte hinzu: „Aber es tatsächlich zu schaffen, es unter Druck umzusetzen und den Lauf deines Lebens zu zeigen, um diese Medaille zu verdienen, ist etwas ganz anderes“.

Malinin patzte auch beim technisch besonders anspruchsvollen vierfachen Axel, den er nur einfach sprang. Er wäre der erste Läufer in der Geschichte der Olympischen Spiele gewesen, der diesen Sprung steht. Dazu machte er unter anderem auch Fehler beim Rittberger und beim Salchow. Vor allem zum Ende der Kür wirkte er komplett ausgepumpt.

Michail Schaidorow wird Olympiasieger
Michail Schaidorow wird Olympiasieger Natacha Pisarenko/AP/dpa

Ohne Probleme zeigte Malinin wie auch der siebtplatzierte Franzose Adam Siao Him Fa den aufsehenerregenden Rückwärtssalto, der fast 50 Jahre lang verboten war und erst seit Ende 2024 wieder erlaubt ist. Doch zum Olympiasieg verhalf ihm dieser nicht. Ein deutscher Eiskunstläufer war bei den Winterspielen in Italien nicht am Start.

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