Vorher war einiges klar gewesen: Deutschland und Italien waren beide bereits vor ihrem Aufeinandertreffen im abschließenden Gruppenspiel für das Viertelfinale im olympischen Frauen-Eishockeyturnier qualifiziert. Nach dem mit einigen blauen Flecken erkämpften 2:1-Sieg der DEB-Auswahl von Bundestrainer Jeff MacLeod war Platz zwei in der Abschlusstabelle der Gruppe B sicher, dafür war wieder einiges unklar.
Denn gegen wen Deutschland im Viertelfinale antritt und wann, muss sich erst erweisen. Die USA werden es nicht sein, so viel ist gewiss nach dem 5:0-Sieg der Amerikanerinnen am Dienstagabend gegen Kanada. Die Entscheidung fällt zwischen dem fünfmaligen Olympiasieger und Finnland. Die zunächst verschobene Partie wird am Donnerstag (14.30 Uhr) nachgeholt. Die Finninnen waren zu Turnierbeginn von einer Noroviruswelle erfasst worden.

Olympia 2026 in Mailand:Eishockey-Spielplan: Deutsche Teams ausgeschieden – wer steht im Finale?
An zwei Spielorten in Mailand findet das olympische Eishockey-Turnier statt. Beide DEB-Teams waren dabei. Doch die Medaillen spielen andere Länder aus. Wann ist das Finale?
Im deutschen Team stellt man sich auf ein Duell mit Kanada am Samstag ein, dem Rekord-Olympiasieger und 13-maligen Weltmeister. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagte Siegtorschützin Laura Kluge am Dienstag. Die Stürmerin der Boston Fleet aus der nordamerikanischen Profiliga PWHL liegt mit drei Treffern und vier Vorlagen an der Spitze der Scorerwertung des Turniers. Sie sagt, Kanada spiele zwar „schon noch in einer anderen Liga“. Aber: „Wenn sie einen schlechten Tag haben, sind sie schlagbar. Egal, wie es ausgeht, für uns kann es nur gut ausgehen.“ So sieht es auch der Bundestrainer: „Sie sind auch Menschen. Sie ziehen ihre Schlittschuhe genauso an wie wir.“ MacLeod muss es wissen: Er ist Kanadier.

