Disqualifikation des Ukrainers HeraskewytschDie bislang größte Affäre dieser Olympischen Winterspiele

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„Mein olympischer Moment wurde gestohlen“, sagt der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch.
„Mein olympischer Moment wurde gestohlen“, sagt der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch. Robert Michael/dpa

Weil er auf seinem Helm an im Krieg getötete ukrainische Athleten erinnert, wird Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch disqualifiziert – und ein Rechtfertigungsmarathon des IOC beginnt. Die Geschichte einer Eskalation.

Von Johannes Knuth, Mailand

Draußen hingen graue, schwere Wolken über den schneebedeckten Dächern von Cortina d’Ampezzo. Und drinnen, in einem Zelt am Rande der Eisbahn „Eugenio Monti“, versuchten Kirsty Coventry, die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), und Wladyslaw Heraskewytsch, ein Skeletonfahrer aus der Ukraine, zu retten, was nicht mehr zu retten war. Sie habe in diesen Momenten nicht als Präsidentin zu Heraskewytsch gesprochen, sondern als einstige Athletin, berichtete Coventry später, und ja: Sie habe aufrichtig gewollt, dass Heraskewytsch einfach seinen Wettkampf hätte bestreiten können. Auf Bildern war zu sehen, wie ihr Tränen die rot gefrorenen Backen hinunterliefen.

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