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Olympia:DEB-Team startet mit Niederlage

Pyeongchang 2018 - Eishockey

Vor dem Tor des deutschen Keepers Danny aus den Birken herrschte viel Betrieb.

(Foto: dpa)

Eishockey: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage ins olympische Turnier von Pyeongchang gestartet. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm verlor sein Auftaktspiel in der Vorrundengruppe C gegen Finnland mit 2:5 (1:2, 0:2, 1:1). Der Münchner Brooks Macek (9.) und der Berliner Frank Hördler (42.) erzielten die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die sich nicht für Sotschi 2014 qualifiziert hatte. Für den sechsmaligen Medaillengewinner Finnland trafen Sami Lepistö (4.), Mika Pyörälä (16.), Eeli Tolvanen (38.), Lasse Kukkonen (39.) und Jonas Kemppainen (53.). Zweiter Gegner ist am Freitag Weltmeister Schweden. Zum Abschluss der Vorrunde trifft das deutsche Team am Sonntag auf Norwegen.

Snowboardcross: Der Franzose Pierre Vaultier ist erneut Olympiasieger im Snowboardcross. Der Gold-Gewinner von Sotschi 2014 ließ am Donnerstag im Finale von Pyeongchang den Australier Jarryd Hughes und den Spanier Regino Hernandez hinter sich. Weltmeister Vaultier, 30, war als Favorit in den Wettbewerb gegangen und fuhr im Endlauf einen sicheren Sieg ein. Die drei deutschen Starter Martin Nörl, Paul Berg und Konstantin Schad hatten das Finale verpasst.

Bob: Bob-Olympiasiegerin Sandra Kiriasis und der jamaikanische Verband gehen noch vor dem Start der olympischen Frauen-Rennen am Dienstag getrennte Wege. Das gab die frühere Pilotin am Donnerstag auf ihrer Facebook-Seite bekannt. "Mir wurde ohne Angabe von Gründen und ohne, dass etwas vorgefallen ist, mitgeteilt, dass ich ab sofort nur noch als Bahntrainerin fungieren solle, das Olympische Dorf verlassen müsse, meine Akkreditierung als Teil des Teams verlieren werde und keinen Kontakt mehr zu den Athletinnen haben dürfe", schrieb die 43 Jahre alte Olympiasiegerin von 2006.

Genau 30 Jahre nach dem packenden Auftritt von Jamaikas Bobfahrern bei Olympia 1988 in Calgary geht in Pyeonchang erstmals ein Frauenteam von der Karibikinsel an den Start. Noch bei der Eröffnungsfeier machte das kleine Team um die ehemalige US-Pilotin Jazmine Fenlator-Victorian mit auffälligen Tanzeinlagen auf sich aufmerksam. Kiriasis betreut im Olympic Sliding Centre auch noch die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada als Bahntrainerin, erhielt aber von Kanada keine Akkreditierung.

Der jamaikanische Verband wirft der Sächsin vor, nicht alles im Interesse des Teams getan zu haben. Kiriasis erklärte dagegen: "Ich weiß bis heute nicht, was der wahre Grund für diese Entscheidung ist und werde mich auf keinen Fall zur Marionette eines Verbandes degradieren lassen." Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gibt es Differenzen um Geldforderungen hinsichtlich des Materials der Jamaikaner. Zudem soll mit der Britin Nicola Minichiello bereits eine Nachfolgerin als Trainerin bereitstehen. Die Weltmeisterin von 2009 betreute das Team schon in Oberhof bei Starttests.

Skeleton: Axel Jungk hat zur Halbzeit des olympischen Skeletonrennens einen herben Dämfer erlitten. Der Vizeweltmeister belegt nach einem fehlerhaften zweiten Durchgang nur den siebten Platz, der Rückstand auf den souverän in Führung liegenden Yun Sung Bin beträgt schon 1,43 Sekunden. Der Gesamtweltcupsieger aus Südkorea wurde auf seiner Heimbahn der Favoritenrolle bisher gerecht. Zweiter ist der Russe Nikita Tregubow (0,74 Sekunden zurück) vor dem lettischen Rekordweltmeister Martins Dukurs (0,88).

Christopher Grotheer (Oberhof/+,1,76) als Neunter und Alexander Gassner (Winterberg/+1,78) auf Rang zehn dürften mit der Medaillenvergabe in Pyeongchang in den beiden Läufen am Freitag nichts mehr zu tun haben. Der schon 33-jährige Dukurs, bester Pilot der vergangenen zehn Jahre, war 2014 im Kampf um Gold nur knapp von Alexander Tretjakow geschlagen worden, der mittlerweile einer der Verdächtigen im russischen Staatsdopingskandal um die Winterspiele in Sotschi ist.

© SZ.de/dpa/sid/chge
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