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Olympia:Das grüne Wasser von Rio - die Technik war schuld

Diving - Olympics: Day 4

Olympia-Becken in Rio: Keine endgültige Erklärung

(Foto: Getty Images)
  • Eine defekte Umwälzanlage soll der Grund für das grüne Wasser im Sprungbecken von Rio gewesen sein.
  • Es gebe keine Probleme mit Bakterien, für die Springer habe nie eine Gefahr bestanden, sagen die Organisatoren.
  • Die Test-Ergebnisse des grünen Wassers seien die gleichen wie beim blauen Pool gewesen.

Als bei Olympia am Dienstag die Frauen für das Finale im Synchronspringen vom Zehn-Meter-Turm an den Beckenrand traten, wartete eine Überraschung auf sie: Das Wasser schimmerte grün statt blau. Kein Grund zur Sorge erklärten die Funktionäre, sie hätten zwar keine Erklärung, doch das Wasser sei sicher und der Wettkampf könne beginnen.

Also sprangen die Frauen. Doch auf der Pressekonferenz nach der Veranstaltung ging es nicht um die Leistung der Athletinnen, sondern fast nur um die Poolfarbe. Es wurde über rasante Algenblüten spekuliert oder darüber, dass man das Wasser absichtlich eingefärbt habe, damit die Oberfläche während der Flugphase besser auszumachen sei.

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Laut Angaben des Weltschwimmverbands Fina könnte ein defekter Wasserfilter die Ursache gewesen sein. Und diese Version kam der Wahrheit noch am nächsten. Als tatsächliche Ursache für die Wasserverfärbung im Becken wurde schließlich ein Defekt der Umwälzanlage ausgemacht. Dies teilte eine Sprecherin des deutschen Olympia-Teams am Mittwoch in Rio de Janeiro mit. "Es gibt aber keine Probleme mit Bakterien. Die deutschen Springer haben bereits wieder trainiert", sagte sie.

Von offizieller Seite der Veranstalter gab es dagegen bislang keine Erklärung: "Wir wissen nicht genau, was passiert ist", hatte der Sprecher des Organisationskomitees Mario Andrada gesagt. "Wir testen das Wasser jeden Tag, und die Ergebnisse waren genau so wie bei einem blauen Pool." In jedem Fall habe keine Gefahr für die Springerinnen bestanden.

Im Internet kursierten am Mittwoch reichlich Erklärungsversuche für die grüne Farbe, bewahrheitet hat sich aber keine der Theorien. Einige Springerinnen hatten das Wasser nach dem Wettkampf als zu warm und schmutzig beschrieben. Zudem sei das Wasser immer dunkler geworden - das waren allgemeine Feststellungen, aber nichts Lösungsorientiertes. Eine mexikanische Springerin erklärte wiederum, das Wasser habe nicht besonders gerochen und keine Rückstände auf der Haut hinterlassen. Halb so wild also.

© SZ.de/fred
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