Diese Olympischen Sommerspiele sind ein Fest für jeden ambitionierten Fotografen, mit der Kamera in der Hand muss man regelrecht verrückt werden ob der überwältigenden Motivlage. Die Reiter vor dem Schloss in Versailles, die Fechter im Grand Palais, die Skateboarder mit dem Obelisken im Rücken – die Kulisse von Paris raubt einem dem Atem. Und nicht nur dort. Gerade erst ging ein Foto eines Surfers um die Welt, er stand in Tahiti, wo die olympischen Surfer unterwegs sind, kerzengerade aufrecht schwebend in der Luft. Und nun bieten die BMX-Fahrer seit Dienstag optische Sinnestäuschungen vom Feinsten.
Der amerikanische Freestyler Marcus Christopher etwa wirkte bei seinen Manövern auf der Place de la Concorde, Schauplatz der urbanen olympischen Sportarten Skateboard, Breaking, BMX und 3x3-Basketball, fast wie vom Eiffelturm aufgespießt. Was die Bilder nicht dokumentieren, ist die Hitze, die die Athleten Salto schlagend quälte, 36 Grad sind eben eine Belastung für Körper und Geist. „Mir war brennend heiß“, erklärte am anschaulichsten die Amerikanerin Hannah Roberts zu den Bedingungen, „ich fühlte mich wie eine kleine Kartoffel. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll: Ich wurde geröstet.“ Die Goldmedaillen gewannen am kochend heißen Mittwochnachmittag dann der Argentinier Jose Torres Gil sowie die Chinesin Deng Yawen.

