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Olympia:Freestylerin Silvia Mittermüller ist verärgert

Pyeongchang 2018 - Freestyle - Snowboard

Silvia Mittermüller verletzte sich im Vorfeld des Slopestyle-Wettkampfs.

(Foto: Angelika Warmuth/dpa)

Snowboard: Snowboarderin Silvia Mittermüller hat sich bei ihrem Trainingssturz eine schwere Knieverletzung zugezogen und muss ihre Olympischen Winterspiele damit beenden. Die Münchnerin erlitt im Probelauf vor dem Slopestyle-Wettkampf einen Riss des Innenmeniskus, der operiert werden muss. Das ergab die Untersuchung am Montag. Mittermüller war trotz eines grippalen Infekts in das Training gegangen und gestürzt. Nach dem Unfall kritisierte sie wie andere Sportlerinnen, dass das Rennen trotz heftiger Windböen überhaupt gestartet wurde. "Das war unverantwortlich", sagte die 34-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Eiskunstlauf: Kanada hat im olympischen Teamwettbewerb der Eiskunstläufer seine erste Goldmedaille bei den Winterspielen in Pyeongchang gewonnen. Nach drei von vier Wettbewerbsteilen konnten die Olympischen Athleten aus Russland (OAR) im abschließenden Eistanz nicht mehr vorbeiziehen. Kanada führte am Montag in der Gangneung Eisarena uneinholbar mit 63 Punkten vor den Russen mit 58. Sie konnten nicht mehr als vier Zähler gutmachen und hatten Silber sicher. Bei der Einführung des Teamwettkampfes vor vier Jahren in Sotschi hatten die Russen Gold geholt. Das deutsche Team war in Südkorea als Siebter vor dem Finale ausgeschieden.

Snowboard: Snowboarderin Jamie Anderson hat bei äußerst schwierigen Bedingungen zum zweiten Mal nach 2014 Gold im Slopestyle gewonnen. Die Amerikanerin setzte sich am Montag bei den Winterspielen von Pyeongchang deutlich vor Weltmeisterin Laurie Blouin aus Kanada und Sotschi-Silbermedaillengewinnerin Enni Rukajarvi aus Finnland durch. Anderson reichten ihre 83,00 Punkte aus dem ersten Lauf, sie feierte als erste Frau im Snowboarden den zweiten Olympiasieg. Die einzige deutsche Teilnehmerin, Silvia Mittermüller, hatte auf ihre Teilnahme kurzfristig verzichten müssen, weil sie sich bei einem Trainingssturz unmittelbar vor dem Endlauf am rechten Knie verletzte. Trotz Fiebers wollte die 34-Jährige unbedingt ihr Olympia-Debüt geben. Als eine Medaillen-Kandidatin galt sie nicht. Im Finale stürzten die Snowboarderinnen bei starkem Wind auf dem schwierigen Kurs mit Geländern und Sprüngen reihenweise. Das Wetter hatte dazu geführt, dass der Beginn 75 Minuten nach hinten verschoben wurde. Am Sonntag war bereits die Qualifikation wegen der Wetter-Kapriolen ausgefallen. Alle Damen durften im Finale antreten, die Medaillen wurden in zwei statt drei Läufen vergeben.

© sz.de/dpa/sid/jbe

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