Rücktritt von Mesut Özil Der Junge aus Gelsenkirchen-Erle

"Ich habe das Gefühl, dass ich nicht gewollt bin": Vier Jahre nach dem WM-Titel von Rio mag Mesut Özil nicht mehr für Deutschland spielen.

(Foto: Regina Schmeken)

Mesut Özil wollte seit seiner Kindheit vor allem nur eines: Fußball spielen. Dass er als einer der Besten seines Sports jetzt nicht mehr im Nationaltrikot auflaufen will, ist das seltsame Ende einer Eskalation mit vielen Akteuren.

Von Christof Kneer und Philipp Selldorf

Als Mesut Özil zur Jahrtausendwende die Gesamtschule Berger Feld im Gelsenkirchener Stadtteil Erle besuchte, genoss er aus seinem Klassenzimmer den Ausblick auf eine gewaltige Baustelle: Der FC Schalke 04 errichtete hier, nur ein paar Abschläge vom Pausenhof entfernt, ein Stadion, das nach den Vorstellungen der Bauherren Maßstäbe setzen sollte im neuen Fußball-Zeitalter.

Dass er, Mesut, an diesem Ort, im Alter von bloß 17 Jahren, sein Debüt im Profifußball geben würde, das konnte Özil nicht wissen, als er, wie das nun ...

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