Österreich-Liga:"Spiele weiter manipuliert"

Österreich-Liga: Verurteilter Ex-Profi erhebt schwere Vorwürfe

Gut fünf Jahre nach dem großen Fußball-Wettskandal in Österreich sind erneut schwere Vorwürfe im Umlauf: Der im Zuge des Skandals 2014 verurteilte Ex-Nationalspieler Sanel Kuljić behauptet, dass in der heimischen Bundesliga nach wie vor Spiele verschoben werden: "Ja, es werden in Österreichs höchster Liga weiter Spiele manipuliert", sagte Kuljić der Kronen-Zeitung. Der 41-Jährige nannte sogar zwei konkrete Partien aus der vorigen Saison: zwei Heimniederlagen des SV Mattersburg (Burgenland) gegen Wolfsberg (0:6) und den Linzer ASK (1:3). "Aber es sind mehr Spiele", betonte Kuljić.

Der 20-malige österreichische Nationalspieler war 2014 im Prozess um die bislang größte Wettbetrugs-Affäre im österreichischen Fußball zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Insgesamt wurden zehn Personen, darunter fünf Spieler, wegen der versuchten Manipulation von 18 Spielen der zwei österreichischen Spitzenligen zwischen 2004 und 2013 angeklagt; acht wurden verurteilt. In dem Prozess ging es auch um mögliche Absprachen zwischen Spielern. Kuljić sagte jetzt, dass er Angst um sein Leben habe. Die Drahtzieher des Wettbetrugs hätten über einen ehemaligen Mithäftling versucht, mit ihm wieder Kontakt aufzunehmen. Er wolle damit aber nichts mehr zu tun haben.

Die Liga wies alle Vorwürfe zurück und kündigte rechtliche Schritte an.

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