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Österreich:LASK gesteht unerlaubtes Mannschaftstraining

Der österreichische Bundesliga-Tabellenführer Linzer ASK hat eingeräumt, viermal unrechtmäßig früh Mannschaftstrainings absolviert zu haben. Trainer Valérien Ismaël und Vizepräsident Jürgen Werner entschuldigten sich am Freitag bei einer Pressekonferenz. "Im Nachhinein können wir sagen: Das war ein Blödsinn, das war ein großer Fehler unsererseits", sagte Werner. Man habe sich keinen Vorteile verschaffen, sondern die Spieler optimal auf die anstehenden Herausforderungen vorbereiten wollen. "Dieser Spielplan ist extrem gefährlich für die Gesundheit unserer Spieler und auch anderer Spieler", sagte Ismaël. Werner betonte, dass für die Sportler bis Dezember permanent Englische Wochen auf dem Programm stehen können.

Die Bundesliga hatte zuvor ein Verfahren gegen den LASK wegen eines Verstoßes gegen den Fairplay-Gedanken eingeleitet. Der Liga waren Videos übermittelt worden, die ein Mannschaftstraining des LASK vom Mittwoch zeigten - erlaubt ist dies erst seit Freitag. Besonders Meisterkonkurrent Red Bull Salzburg äußerte sich empört. Der Strafrahmen reicht nun von einer Ermahnung über Geldstrafen und Punktabzüge bis zu einem Zwangsabstieg und einem ÖFB-Ausschluss.

© SZ vom 16.05.2020 / dpa

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