Österreich:"Ich hatte das Gefühl, 50 000 Menschen schauen mich wütend an"

Österreich: Dirk Stermann ist ein großer Fußballfan. Obwohl er schon seit 35 Jahren in Wien lebt, hält er immer noch zu seinem Heimatverein, dem MSV Duisburg. "Leider", sagt er. Der MSV ist momentan Vorletzter in der Dritten Liga. In Wien feuert Stermann Rapid an.

Dirk Stermann ist ein großer Fußballfan. Obwohl er schon seit 35 Jahren in Wien lebt, hält er immer noch zu seinem Heimatverein, dem MSV Duisburg. "Leider", sagt er. Der MSV ist momentan Vorletzter in der Dritten Liga. In Wien feuert Stermann Rapid an.

(Foto: Kurt Piles/Imago)

Der deutsche Moderator, Kabarettist und Wahl-Wiener Dirk Stermann über das Länderspiel Deutschland gegen Österreich am 21. November, Prohaskas ewigen Schmäh und Rangnicks neue Lockerheit - und natürlich über Córdoba.

Interview von Gerhard Fischer

Dirk Stermann hat einmal mit Christoph Grissemann ein Video aufgenommen, das eingeschlagen hat wie ein strammer Fernschuss in den Torwinkel: Die beiden kommentieren als nach Argentinien ausgewanderte Nazis das Spiel Österreich gegen Deutschland 1978 in Córdoba. Sie tun so, als würde eine großdeutsche Mannschaft mit 22 Spielern auf dem Platz stehen, und sie ärgern sich unter anderem "über den Zeugwart, der nicht in der Lage war, allen Spielern das weiße deutsche Sporthemd zur Verfügung zu stellen". Das Spiel endet nicht 3:2 für Österreich (so war es wirklich), sondern 5:0 für Deutschland. Stermann, der aus Duisburg stammt, lebt seit 1988 in Wien. Er arbeitet als Moderator, Kabarettist und Autor. Im Café Korb sprach Stermann, 57, über das anstehende Länderspiel Österreich gegen Deutschland - und noch einmal über Córdoba.

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