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Öffnungsstrategie für Breitensport:Vor dem Anpfiff zum Schnelltest

Schrittweise Rückkehr aus dem Lockdown, aber noch ein langer Weg bis zur Normalität: Nach monatelangem Stillstand gibt es für den deutschen Amateur- und Breitensport in der Corona-Pandemie zwar erste Perspektiven für Lockerungen. Grund zur Euphorie sehen die Klubs nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz vom Mittwoch in Berlin aber nicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs hatten am Abend nach langer Diskussion eine schrittweise Öffnung auch für den Sport beschlossen. Abhängig von regionalen Corona-Inzidenzwerten können die Bundesländer ab dem 8. März als erste Maßnahme kontaktfreien Sport unter freiem Himmel in kleinen Gruppen mit maximal zehn Personen vorsehen. Der Besuch von Fitnessstudios oder etwa Spiele im Amateurfußball sind aber erst später und nur unter gewissen Bedingungen möglich. Frühestens ab dem 22. März soll es wieder kontaktfreien Sport im Innenbereich oder Kontaktsport draußen geben. Voraussetzung ist eine stabile Inzidenz unter 50. Bei höheren Inzidenzen braucht es einen tagesaktuellen negativen Schnell- oder Selbsttest. Hallensportarten mit Kontakt sind im März weiterhin nicht erlaubt. Die konkrete Umsetzung der Beschlüsse ist Sache der Bundesländer.

Auf keinen Fall vor dem 5. April können Hallensportarten mit Kontakt betrieben werden. In der stufenweisen Öffnungsstrategie für den Amateur- und Breitensport ist eine Notbremse eingebaut: Steigen die Infektionszahlen in einer Region stark an, werden dort die Erleichterungen wieder gestrichen. Seit Monaten steht der Breitensport still, die Angst in den Vereinen um ihre Existenz steigt. Seit Anfang November darf nicht mehr gespielt oder trainiert werden. Lockerungen bei dem Verbot von Zuschauern im Profisport sehen die Beschlüsse nicht vor.

© SZ vom 05.03.2021 / dpa, SZ
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