Remis in Nürnberg Alaba an die Latte

Die beste Chance für die Gäste hatte im ersten Durchgang David Alaba, der mit einem Freistoß die Latte traf - den Ball hatte zuvor Club-Torwart Christian Mathenia abgefälscht (24.). Erst zum Ende der ersten Halbzeit spielten die Gastgeber forscher. In der 35. Minute verfehlte erst Matheus Pereira das Tor per Distanzschuss knapp. Wenige Sekunden später überraschte ein Rückpass auch FCB-Torwart Sven Ulreich, er konnte den Ball gerade noch vor Eduard Löwen ins Toraus schießen.

Nach der Pause versuchte Kovac, das Spiel seiner Elf zu beschleunigen, für Müller kam Gnabry. Doch es war der Club, der zunächst einen forschen Angriff startete. Nach einer Flanke von Sebastian Kerk scheiterte Löwen an Ulreich, der Ball prallte zurück ans Strafraumeck, zu Pereira, den alle Bayern-Verteidiger vergessen hatten. Ein platzierter Schuss ins Toreck, die Führung (48.).

Ein paar Minuten lang waren die Gäste angemessen geschockt, vier Minuten nach der Führung rannten drei Nürnberg auf das Münchner Tor zu, ihnen stellte sich allein Niklas Süle entgegen - er rutschte in den Querpass, klärte zur Ecke. In der 57. Minute versuchte Kovac noch einmal, Tempo ins Spiel zu bringen, er brachte James Rodríguez. Diesmal offenbar eine erfolgreiche Maßnahme. Drei Minuten später passte James in den Strafraum, Goretzka schoss aus aussichtsreicher Position - Mathenia parierte mit dem Bein. In der 69. Minute lenkte der Nürnberger Torwart wieder einen Freistoß an die Latte, dieses Mal einen von James. Doch in der 72. Minute musste Kovac ihn schon wieder auswechseln; der angeschlagene Kolumbianer verschwand sofort in der Kabine.

Die entscheidende Einwechslung war ohnehin die von Gnabry. Dieser war schon die ganze zweite Halbzeit auf der rechten Seite herumgewuselt, war dabei aktiver als die meisten seiner Mitspieler. Nun rückte er in die Mitte, der eingewechselte Alphonso Davies nach links, Kingsley Coman nach rechts. Es dauerte drei Minuten, bis diese Umstellung Wirkung zeigte. Coman flankte von seiner neuen Seite aus auf den nun zentral spielende Gnabry, der lupfte den Ball ins Tor. Dieser Punkt, er reicht, um den Vorsprung auf Dortmund zu vergrößern. Zu mehr reicht er nicht.

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