Nordische Ski-WM:Frenzel und Rießle holen zum Abschluss Team-Bronze

Nordische Ski-WM Oberstdorf

Als Titelverteidiger retten sich Fabian Rießle (r.) und Eric Frenzel noch auf den dritten Platz.

(Foto: dpa)

Die nordischen Kombinierer schaffen es mit einem Kraftakt aufs Podest. Franziska Preuß und Denise Herrmann sprinten in Nove Mesto in die Top 10.

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Nordische Kombination, WM: Das deutsche Kombinierer-Duo Eric Frenzel und Fabian Rießle hat zum Abschluss der WM-Wettbewerbe in Oberstdorf die Bronzemedaille geholt. Die beiden Titelverteidiger schafften es am Samstag nach dem Großschanzensprung und 2x7,5 Kilometern in der Loipe in der letzten Runde noch an Japan vorbei auf Platz drei. Gold ging an Österreich mit Einzel-Weltmeister Johannes Lamparter und Lukas Greiderer vor den Norwegern Jarl Magnus Riiber und Espen Andersen.

Seit 2013 wird bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften ein Teamsprint ausgetragen. Das deutsche Duo, zu dem bei allen Auflagen stets Rekord-Weltmeister Frenzel gehörte, war dabei immer auf dem Podest. Frenzel und Rießle hatten 2019 in Seefeld in Tirol noch den WM-Titel in dieser Disziplin gewonnen.

Biathlon, Sprint: Die deutschen Biathletinnen Franziska Preuß und Denise Herrmann haben beim Weltcup im tschechischen Nove Mesto einen Podestplatz knapp verpasst. Nach dem Debakel mit der Staffel landete Preuß am Samstag im Sprint über 7,5 km nach einer Strafrunde auf Platz acht. Herrmann (1), die nach einem überstandenen Infekt ihr Comeback feierte, wurde Zehnte.

Das erste Einzel-Rennen nach der WM in Pokljuka gewann die erneut in der Loipe überragende Sprint-Weltmeisterin Tiril Eckhoff (1) in 18:48,4 Minuten. Für die Norwegerin war es der fünfte Sprint-Sieg in Serie. Zweite wurde Julija Dschyma (0/+9,3 Sekunden) aus der Ukraine vor der Italienerin Lisa Vittozzi (0/+15,0). "Ich bin zufrieden. Ich habe es geschafft, einen soliden Rhythmus zu schießen", sagte Preuß im ZDF. Mit Blick auf das Ergebnis sei es "natürlich ärgerlich" gewesen, dass "der eine Fehler wegging". Preuß (+25,1) fehlten 10,1 Sekunden auf das Podium, Herrmann lag vier weitere Sekunden zurück. "Ich hatte auf der Schlussrunde noch einen kleinen Sturz vor den Füßen meines Trainers", ärgerte sich Herrmann.

Damit haben die beiden Hoffnungsträgerinnen des Deutschen Skiverbandes (DSV) eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung am Sonntag (12.00 Uhr/ZDF und Eurosport). Maren Hammerschmidt (0/+59,0) als 20., Vanessa Hinz (1/+1:07,5 Minuten) auf Platz 23 und Janina Hettich (1/+1:16,9) als 29. rundeten ein gutes Mannschaftsergebnis ab. Die 23-jährige Vanessa Voigt (1/2:05,6) verpasste bei ihrem Weltcup-Debüt als 64. hauchdünn die Qualifikation für das Jagdrennen. Zum Auftakt in Tschechien hatte die Staffel um Preuß, Hettich, Hinz und Hammerschmidt mit Platz zwölf noch eine historische Enttäuschung erlebt.

Ski alpin, Abfahrt: Die deutschen Skirennläufer haben ihre herausragenden Leistungen bei der WM in Cortina d'Ampezzo vorerst nicht bestätigen können. Bei der vorletzten Abfahrt der Saison im österreichischen Saalbach-Hinterglemm kam Vizeweltmeister Andreas Sander beim Sieg von Doppel-Weltmeister Vincent Kriechmayr aus Österreich mit 2,04 Sekunden Rückstand nicht unter die ersten 20. Romed Baumann, hinter Kriechmayr WM-Zweiter im Super-G, war als Zwölfter im Zwischenklassement (+1,51 Sekunden) der beste Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV).

Wie bei der WM-Abfahrt, die er mit 0,01 Sekunden Vorsprung auf Sander gewann, gelang Doppel-Weltmeister Kriechmayr gleich mit Startnummer eins die beste Fahrt. Zweiter wurde Beat Feuz aus der Schweiz (+0,17 Sekunden), der damit seinen Vorsprung im Abfahrtsweltcup auf den diesmal drittplatzierten Olympiasieger Matthias Mayer aus (Österreich/+0,27) auf 68 Punkte ausbaute. Dominik Paris (Italien), Führender beim Abbruch der ersten Abfahrt am Freitag, wurde Vierter (+,042)

Feuz steht damit beim Weltcup-Finale in Lenzerheide/Schweiz (17. bis 21. März) vor seinem vierten Sieg nacheinander in der Weltcup-Wertung der Abfahrer - dies gelang bislang nur dem Österreicher Franz Klammer (1975 bis 1978). Marco Odermatt (Schweiz) verkürzte mit einem starken fünften Rang seinen Rückstand im Gesamtweltcup auf Alexis Pinturault (Frankreich) auf 168 Punkte. Einschließlich des Super-G am Sonntag in Saalbach-Hinterglemm (11.00 Uhr/Eurosport) stehen in dieser Saison noch sieben Rennen aus.

Fußball, Spanien: Im Poker um eine Vertragsverlängerung hat der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid seinem Kapitän und Abwehrchef Sergio Ramos offenbar ein Ultimatum gestellt. Wie die vereinsnahe Sportzeitung Marca am Samstag berichtete, bieten die Königlichen dem 34-Jährigen für ein weiteres Jahr zehn Millionen Euro netto. Die Offerte gelte bis zum 31. März, danach werde sie unwiderruflich zurückgezogen.

Ramos, der seit 2005 im Verein ist und mit Real unter anderem viermal die Champions League gewann, soll zwei Jahre mit einem Salär von 15 Millionen Euro netto per annum fordern. Ein Druckmittel des Vereins dürfte David Alaba (28) sein. Der Abwehrchef verlässt Champions-League-Titelverteidiger Bayern München zum Saisonende ablösefrei. Der Wechsel des Österreichers zu Real ist noch nicht offiziell, gilt aber als sehr wahrscheinlich.

© SZ.de/sid/dpa/tbr
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