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Nordische Kombination:Riiber-Bezwinger Geiger bezwungen

24 Stunden nach seiner Meisterleistung beim ersten Saisonsieg muss sich DSV-Athlet Vinzenz Geiger beim Weltcup in Ramsau mit Platz drei begnügen.

Zuerst beendete Vinzenz Geiger die elfmonatige Siegflaute der deutschen Kombinierer mit einer Meisterleistung, 24 Stunden später kämpfte er ebenso verbissen und erfolgreich um Platz drei: Mit einem fulminanten Doppel-Podium hat der Team-Olympiasieger aus Oberstdorf beim Weltcup in Ramsau am Dachstein für einen starken Jahresabschluss gesorgt. "Das ist genial. Ich wollte den Riiber unbedingt schlagen - und jetzt ist es mir wirklich gelungen", meinte der 22 Jahre alte Team-Olympiasieger im ZDF nach seinem überraschenden Sieg über den Norweger Jarl Magnus Riiber, der bis Samstag sämtliche fünf Saisonrennen gewonnen hatte - und sich am Sonntag vor seinem Landsmann Jörgen Graabak sowie Geiger mit Sieg Nummer sechs revanchierte.

"Der dritte Platz war ein toller Abschluss dieses Wochenendes, zumal es ein ganz hartes Rennen gewesen ist", sagte Geiger. Auch der Großteil der anderen deutschen Kombinierer überzeugte in Ramsau. Am Samstag schaffte Fabian Rießle (Breitnau) als Dritter ebenfalls den Sprung auf das Podest, Rekord-Weltmeister Eric Frenzel (Geyer) lief von Platz 25 noch auf vier vor. Frenzel blieb am Sonntag nach ungleich besserer Ausgangsposition als Siebter etwas unter seinen Möglichkeiten und verpasste seinen ersten Podestplatz seit fast 13 Monaten. "Es hat so ausgeschaut, als könne der Eric aufs Stockerl kommen, aber er hatte heute keinen so guten Tag", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch: "Umso schöner ist es, dass es für den Vinzenz wieder gereicht hat."

Wenig geht weiterhin bei Johannes Rydzek. Der Doppel-Olympiasieger ist auf der Schanze nicht konkurrenzfähig, trotz guter Laufleistung reichte es nur zu den Plätzen 16 und 28. "Es wird ein steiniger Weg. Ich nehme das an und vertraue auf meine Laufstärke", sagte der Oberstdorfer.

© SZ vom 23.12.2019 / sid

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