Wie aufgeladen dieser Transfer ist, mit welcher Unversöhnlichkeit die Gesinnungsdebatten über diesen jungen Fußballer geführt werden, das lässt sich beim Blick auf das Pressefoto erschließen, das Borussia Dortmund mit der schriftlichen Vollzugsmeldung veröffentlicht hat. Auf diesem hält Felix Nmecha, verpflichtet für 30 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg, einen Kugelschreiber in der Hand und grinst artig in die Kamera. Beides ist wichtig in diesem Zusammenhang, denn das gehört zur einstudierten Choreographie bei derlei Geschäften: Der Kugelschreiber soll den Eindruck vermitteln, dass der Spieler in den nächsten Sekunden seine Unterschrift unter den Vertrag setzen wird, obwohl diese in der Regel schon ein, zwei Stunden zuvor erfolgt ist. Sieht halt authentisch aus. Und das Grinsen, nun ja ... neue Aufgabe, neuer Klub, die Vorfreude auf die neue Saison ist beim Spieler natürlich riesengroß.
MeinungKritik am Wechsel von Felix NmechaEine demokratische Angelegenheit
Kommentar von Thomas Hürner
Lesezeit: 3 Min.

Felix Nmecha teilt transfeindliche und homophobe Inhalte. Dass er deswegen bei Teilen der BVB-Fans in der Kritik steht, ist in einem Verein mit Wertekodex richtig - allerdings wäre es angebracht, die Diskussionstemperatur herunter zu regeln.
