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NFL-Playoffs:Chiefs siegen nach 0:24-Rückstand

Tyreek Hill, Patrick Mahomes

Quarterback Patrick Mahomes (l.) und Wide Receiver Tyreek Hill.

(Foto: AP)

Kansas City erreicht das Playoff-Halbfinale - auch die Green Bay Packers sind weiter. Beide deutschen Volleyball-Nationalteams verpassen Olympia.

Football, NFL-Playoffs: Mitfavorit Kansas City Chiefs hat nach einer atemberaubenden Aufholjagd das Play-off-Halbfinale der US-Footballliga NFL erreicht. Das Team um Quarterback Patrick Mahomes setzte sich trotz eines 0:24-Rückstands mit 51:31 gegen die Houston Texans durch und bekommt es in der Runde der letzten Vier am 19. Januar zu Hause mit Favoritenschreck Tennessee Titans zu tun.

Die Titans schalteten am Samstag die Baltimore Ravens, das beste Team der regulären Spielzeit, aus. In der ersten Play-off-Runde hatte Tennessee die New England Patriots um Quarterback Tom Brady bezwungen.

Als letztes Team qualifzierten sich in der Nacht zu Montag die Green Bay Packers für das Halbfinale. Das Team um Quarterback Aaron Rodgers rettete beim 28:23 gegen die Seattle Seahawks und Spielmacher Russell Wilson seinen Vorsprung ins Ziel. Neben dem stark aufspielenden Rodgers überzeugte bei Green Bay Wide Receiver Davante Adams, der acht Bälle für 160 Yards und zwei Touchdowns fing.

Im NFC Championship Game ist Green Bay in der Nacht vom kommenden Sonntag auf Montag bei den San Francisco 49ers zu Gast, die am Samstag die Minnesota Vikings mit 27:10 geschlagen hatten. Das große Ziel der vier Halbfinalisten ist der 54. Super Bowl am 2. Februar in Miami.

In Kansas City waren zunächst die Texans klar auf Siegkurs. Begünstigt durch teils haarsträubende Fehler Houstons erzielten die Chiefs jedoch im zweiten Viertel binnen 3:24 Minuten drei Touchdowns und gingen noch vor der Halbzeit mit einem weiteren Touchdown erstmals in Führung.

Insgesamt gelangen den Gastgebern sechs Touchdowns in Serie, drei durch Damien Williams und drei durch Travis Kelce.

Volleyball, Olympia: Nach den Männern haben auch die deutschen Volleyballerinnen die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio verpasst. Die im letzten Ausscheidungsturnier lange so beeindruckende junge Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski war im Finale gegen die Türkei chancenlos. In dem einseitigen Endspiel von Apeldoorn verloren die Deutschen vor 5321 Zuschauern deutlich mit 0:3 (17:25, 19:25, 22:25).

In ihrem Eröffnungsspiel hatten die Deutschen die Türkei um den ehemaligen Bundestrainer Giovanni Guidetti noch mit 3:1 bezwungen. Ausgerechnet im Finale kassierte Koslowskis Team dann die erste Niederlage im Turnierverlauf. Damit fehlen wie schon vor vier Jahren in Rio de Janeiro beide Volleyball-Nationalmannschaften bei Olympia. Deutsche Frauen nahmen letztmals 2004 an dem Mega-Event teil. Mit 17 Punkten war Louisa Lippmann wieder einmal beste deutsche Angreiferin. Die Deutschen fanden von Beginn an kein Gegenmittel gegen den Vize-Europameister. Die Türkei war im Block eine Macht und setzte Lippmann & Co. auch beim Aufschlag unter Dauerdruck. Bis auf 21:13 konnte sich Guidettis Mannschaft zwischenzeitlich sogar absetzen.

Der zweite Durchgang verlief zunächst noch ausgeglichen. Mit zwei Assen konnte sich die Türkei beim 9:6 aber erstmals eine leichte Führung erarbeiten. Deutschland hatte in der Annahme gehörige Probleme und wurde vom Angriff des Kontrahenten immer wieder überwunden. Bis auf 19:20 kämpften sich die Schmettertalente aber noch einmal heran - ein eigener Fehler kostete dann den möglichen Ausgleich. Deutschland musste auch den zweiten Abschnitt abgeben.

Lippmann und ihre Teamkolleginnen versuchten, sich gegen das sich abzeichnende Olympia-Aus zu wehren. Die Wucht der Türkinnen war aber nicht zuletzt im Angriff zu groß. Beim 22:22 glichen die Deutschen sogar noch einmal aus, aber auch die besseren Nerven hatte die Türkei.

Fußball: Real Madrid um Nationalspieler Toni Kroos hat zum elften Mal den spanischen Supercup gewonnen. Die Königlichen setzten sich am Sonntagabend mit 4:1 im Elfmeterschießen gegen Lokalrivale Atlético Madrid durch. Nach 120 Minuten hatte es in Dschidda in Saudi-Arabien 0:0 gestanden. Im Elfmeterschießen traf Saul für Atlético nur den Pfosten, Thomas scheiterte mit seinem Versuch an Real-Torwart Thibaut Courtois. Den letzten Treffer für Spaniens Fußball-Rekordmeister markierte Kapitän Sergio Ramos.

In der Verlängerung hatte Federico Valverde (115. Minute) nach einer klaren Notbremse gegen Atlético-Stürmer Alvaro Morata die Rote Karte gesehen. Kroos war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewechselt worden. Er machte in der 103. Minute für Vinicius Platz.

Der spanische Supercup-Sieger wurde in diesem Jahr erstmals im Final-Four-Modus ausgespielt. Bisher wurde der Titelträger wie in anderen Ländern zwischen dem Meister und dem Pokalsieger ermittelt. Real hatte wie Atlético keinen dieser Wettbewerbe gewonnen. Die Verlegung des Wettbewerbs nach Saudi-Arabien wurde von mehreren Seiten kritisch bewertet.

Madrid war am Mittwochabend durch ein 3:1 gegen den Pokalsieer FC Valencia ins Finale eingezogen. Kroos erzielte die Führung zum 1:0 mit einem direkt verwandelten Eckball. Atlético war dem Stadtrivalen am Donnerstag durch ein 3:2 gegen Meister FC Barcelona ins Endspiel gefolgt.

© SZ.de/dpa/sid/chge
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