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NFL:"Dann gibt es in diesem Jahr vielleicht keinen Football"

Können die Fans solche Szenen im September schon wieder erwarten? Browns-Quarterback Baker Mayfield (li.) beim Wurf.

(Foto: AP)

Der führende US-Immunologe Anthony Fauci zweifelt stark an den Plänen der NFL. ManCity-Trainer Pep Guardiola äußert sich gesellschaftspolitisch.

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US-Sport, American Football: Die NFL erhält mit Blick auf ihre optimistischen Pläne zum Saisonstart Widerspruch von hoher Stelle. Der führende Immunologe und Regierungsberater Anthony Fauci glaubt nicht, dass ein Beginn der Spielzeit im September ohne größere Einschränkungen möglich ist. Zu groß seien die Risiken durch die Corona-Pandemie. "Wenn die Spieler nicht in einer Blase sind - isoliert von der Gesellschaft und beinahe jeden Tag getestet - dann ist es schwer vorstellbar, wie Football in diesem Herbst gespielt werden soll", sagte Fauci bei CNN: "Wenn es eine zweite Welle gibt, was absolut möglich ist und durch die Grippewelle noch komplizierter würde, dann gibt es in diesem Jahr vielleicht keinen Football."

Bislang hält die Liga am geplanten Saisonbeginn am 10. September fest, schon Ende Juli sollen die Trainingslager beginnen. Eine Abschottung der Teams, wie es etwa die Basketball-Liga NBA plant, sehen die Footballer bislang nicht als Option. NFL-Chefmediziner Allen Sills bezeichnete es zuletzt als nicht "praktikabel". Stattdessen solle nur jeder positiv getestete in Quarantäne geschickt werden. Die Saison der NBA soll Ende Juli mit einem Turnier in Disney World/Orlando zu Ende gebracht werden.

Basketball, Bundesliga: Alba Berlin ist beim Finalturnier in München auf Halbfinalkurs. Am Donnerstag ließen die Berliner im ersten Viertelfinalspiel der BG Göttingen keine Chance und siegten deutlich mit 93:68 (52:29). Damit dürfte das Rückspiel am Samstag (20.30 Uhr) nur noch reine Formsache sein. Beste Berliner Werfer waren Peyton Siva mit 15 uns Tyler Cavanaugh mit 13 Punkten.

Fußball, England: Pep Guardiola hat sich mit emotionalen Worten gegen Rassismus und Diskriminierung von Schwarzen ausgesprochen. "Wir sollten tausend Millionen Nachrichten an die schwarzen Menschen schicken. Seit mehr als 400 Jahren tun wir das diesen liebevollen Menschen an", sagte der Spanier nach dem 3:0 (1:0) seines Teams Manchester City gegen den FC Arsenal zu Sky UK: "Ich bin beschämt darüber, was die weißen Menschen den Schwarzen angetan haben." Beim Restart der Premier League waren Spieler und Trainer aller vier am Mittwoch im Einsatz befindlichen Teams vor dem Anpfiff auf die Knie gegangen, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

"Wie kommen die Leute darauf, dass sie anders sind, nur weil man mit einer anderen Hautfarbe geboren ist? All diese Gesten sind gut und positiv. Alles, was wir tun, um klarzumachen, dass das nicht akzeptabel ist", sagte der frühere Bayern-Trainer Guardiola. City-Angreifer Raheem Sterling sah in der Aktion der englischen Topliga einen "massiven Schritt", es zeige, dass man "in die richtige Richtung" gehe. Zuletzt hatte es weltweit Proteste und Aktionen gegen Rassismus gegeben, nachdem der Afroamerikaner George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in den USA ums Leben gekommen war.

© SZ.de/sid/dpa/tbr
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