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Verletzung von Neymar:PSG-Zugang Peredes hatte in Russland Imageprobleme

Das Interesse der brasilianischen Nationalmannschaft ist nur mäßig geringer. Vom 14. Juni bis zum 7. Juli findet in Brasilien die Copa América statt, eine Art Mini-WM, bei der ein Sieg Brasiliens "praktisch eine Verpflichtung" ist, wie die Zeitung O Estado de São Paulo am Dienstag schrieb. Vorläufig hat Brasiliens Nationaltrainer Tite bereits erklärt, Neymar nicht für die Ende März anstehenden Freundschaftsspiele berufen zu wollen, in Prag gegen die Tschechische Republik sowie gegen einen noch nicht benannten Gegner.

"Und wenn es mich den Job kostet: Ich werde nicht die Gesundheit des Spielers opfern, ich werde diesen Preis nicht bezahlen", versicherte Tite, der am Wochenende eine Expressreise nach Paris angetreten hatte, um Neymar zu sprechen. Auch der Teammanager der brasilianischen Auswahl, Edu Gaspar, wandte sich gegen brasilianische Alleingänge in Sachen Neymar. "Wir dürfen nicht vergessen, dass Neymar ein Spieler von PSG ist", sagte Gaspar.

Der Preis für Peredes: angeblich 40 Millionen Euro

Trotz Neymars Blessur wurde der PSG-Stürmer Jesé Rodríguez am Dienstag nach Spanien ausgeliehen, der frühere Real-Madrid-Profi unterschrieb bei Betis Sevilla einen Vertrag bis zum Saisonende. Paris Saint-Germain wiederum gab die Verpflichtung von Leandro Paredes, 24, von Zenit St. Petersburg bekannt - für eine Ablöse von angeblich 40 Millionen Euro.

Das ist ein stolzer Preis für einen Mittelfeldspieler, der nur zweite Wahl war. Ursprünglich wollte Paris ja Frenkie de Jong verpflichten, doch der 21-Jährige von Ajax Amsterdam entschied sich gerade für den FC Barcelona. Handlungsbedarf besteht bei Paris Saint-Germain, weil Marco Verratti derzeit verletzt und Adrien Rabiot in Ungnade gefallen ist.

Paredes hatte übrigens in Russland auch Imageprobleme. Der glühende Boca-Juniors-Fan hatte bei einem Punktspiel eine gelbe Karte provoziert, um eine Sperre heraufzubeschwören und so zum Superclásico nach Argentinien reisen zu können - zum Finale um die südamerikanische Champions League, die Bocas Erzrivale River Plate gewann.

© SZ vom 30.01.2019/ebc
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