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EM 2021:Nach Uefa-Überprüfung: Neuer darf Regenbogenbinde weiter tragen

Manuel Neuer im Spiel gegen Portugal.

(Foto: PHILIPP GUELLAND/AFP)

Der Europäische Fußballverband wertet die Binde nach einer Prüfung als "Zeichen der Mannschaft für Vielfalt" und verzichtet daher auf ein Eingreifen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird für die Regenbogen-Kapitänsbinde von Nationalmannschaftstorhüter Manuel Neuer nicht bestraft. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat ihre Überprüfung laut DFB-Mitteilung vom Sonntagabend eingestellt. In einem Uefa-Schreiben an den Verband werde "die Regenbogenbinde als Zeichen der Mannschaft für Vielfalt und damit für 'good cause' bewertet", teilte der DFB via Twitter mit.

Zuvor hatte der Verband die Überprüfung bestätigt. Üblicherweise sind die EM-Kapitäne zum Tragen des Uefa-Modells verpflichtet. DFB-Pressesprecher Jens Grittner hatte vor dem Einlenken des Kontinentalverbandes bereits signalisiert, sich nicht beirren zu lassen. "Der Juni steht auch im Sport im Zeichen von 'Pride', um sich für mehr Vielfalt starkzumachen. Auch in diesem Jahr beteiligt sich der DFB mit verschiedenen Aktionen", sagte er. "Manuel Neuer trägt bereits seit dem Testspiel am 7. Juni gegen Lettland die Regenbogenbinde. Als Zeichen und klares Bekenntnis der gesamten Mannschaft für Diversität, Offenheit, Toleranz und gegen Hass und Ausgrenzung. Die Botschaft lautet: Wir sind bunt!"

Der Regenbogen wird in den kommenden Tagen wohl noch zum Politikum werden: Die Stadt München will am Montag beschließen, die Fröttmaninger Arena zum dritten deutschen Gruppenspiel gegen Ungarn am Mittwoch (21 Uhr/ZDF und Magenta TV) in Regenbogenfarben leuchten zu lassen - als "sichtbares Zeichen der Solidarität mit der LGBT-Community in Ungarn".

Am vergangenen Dienstag hatte das ungarische Parlament ein Gesetz gebilligt, das die Informationsrechte von Jugendlichen im Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt. Die Uefa startete zwar vor der EM eine Kampagne gegen Diskriminierung im Fußball, gilt aber als eng verbunden mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán.

© SZ/sid/schm
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