FC Bayern Neuer schmunzelt die Spekulationen weg

Schmunzeln im Spiel, Schmunzeln auf der Pressekonferenz.

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Nach seinem Muskelfaserriss spricht Manuel Neuer über seine Rückkehr ins Bayern-Tor.
  • "Grundsätzlich ist es mein Ziel, so schnell wie möglich wieder zwischen den Pfosten zu stehen", sagt Neuer.
  • Er habe wegen seiner Verletzung im Vorjahr schon viel früher mit einer Muskelverletzung gerechnet.
Von Sebastian Fischer, München

Es gibt manchmal Szenen in einem Fußballspiel, die überdauern eine Partie, oft spricht man noch Wochen später über sie, manchmal Jahre. Am Sonntag, beim 4:1 des FC Bayern in Düsseldorf, liefen in der zweiten Halbzeit die Ärzte auf den Rasen zu Torwart Manuel Neuer, der mit sorgenvoller Miene entgegenkam. Vorher hatte er einen Pass gestoppt und sich dabei einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen. Nun, drei Tage später, erklärte Neuer, dass dies keineswegs eine Szene sein wird, über die man noch lange sprechen sollte. Nein, man soll sie bald vergessen.

"Grundsätzlich ist es mein Ziel, so schnell wie möglich wieder zwischen den Pfosten zu stehen", sagte er in einer Pressekonferenz an der Säbener Straße, wo sonst eigentlich nur Trainer Niko Kovac spricht. Die Partie bei RB Leipzig am vorletzten Bundesligaspieltag sei ein realistischer Zeitpunkt für eine Rückkehr. Danach will Neuer deutscher Meister werden und den DFB-Pokal gewinnen.

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Nun kann man sich natürlich fragen, was hieran eine erwähnenswerte Begebenheit ist. Doch es sind eben Zeiten des Umbruchs im deutschen Fußball, in der Nationalelf und beim Rekordmeister. Neuer, 33, ist zwar immer noch eine Konstante, Bundestrainer Joachim Löw vertraut ihm genauso wie seine Vorgesetzten in München. Aber sein Nimbus als weltbester Torhüter ist zuletzt etwas geschwunden - und das hatte mit Verletzungen zu tun. Zwei Mittelfußbrüche erlitt er 2017, verpasste fast eine ganze Saison, bangte um die Teilnahme an der WM.

In dieser Saison hat er so viele Spiele verpasst wie in keiner zuvor beim FC Bayern, nimmt man die beiden von Fußbrüchen geprägten Spielzeiten aus. Er fehlte erst dreimal mit einem verletzten Daumen, dann einmal mit Wadenproblemen und jetzt mit einem Muskelfaserriss. Und als der Klub am Dienstag ankündigte, Neuer werde sich äußern, da war so mancher ganz schön aufgeregt. Vor der Geschäftsstelle sprach am Mittwoch gar ein Fernsehreporter in eine Kamera. Was würde passieren? Macht er jetzt Schluss?

"Wir haben so ein bisschen darüber geschmunzelt", sagte Neuer, schaute zum Pressesprecher, schmunzelte. Die Pressekonferenz sei lange geplant gewesen. Er habe wegen der Verletzung im Vorjahr schon früher mit einer Muskelverletzung gerechnet. Er mache sich keine Sorgen, wenn nun erst mal sein Vertreter Sven Ulreich im Tor stehe. Und übers Altwerden würde er gerne erst nach seiner Karriere sprechen.

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