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NBA:Pleiten für Theis und Schröder, Rekord für Curry

Marc Roca 22 (FC Bayern Muenchen), Fitness boss Dr. Holger Broich (FC Bayern Muenchen), Leroy Sane 10 (FC Bayern Muench

Lauftraining am Montag: Marc Roca, Fitnesstrainer Dr. Holger Broich, Leroy Sané und Leon Goretzka.

(Foto: imago images/kolbert-press)

Die deutschen Basketballer verlieren erneut, der Anführer der Golden State Warriors überholt den legendären Wilt Chamberlain. Herthas Ex-Torwarttrainer Petry wehrt sich gegen Homophobie-Vorwürfe.

Meldungen im Sportticker

Basketball, NBA: Daniel Theis hat trotz der besten Leistung seit seinem Wechsel mit den Chicago Bulls gegen die Memphis Grizzlies verloren und im Kampf um die Playoffs einen Rückschlag einstecken müssen. Der 29-Jährige kam beim 90:101 auf 18 Punkte, vier Rebounds und zwei Vorlagen und war zur Halbzeit der beste Werfer seiner Mannschaft. Die Niederlage trifft die Bulls hart im Bemühen, sich zumindest über die Qualifikation Chancen auf die Playoffs zu bewahren. Auf Rang zehn sind die Bulls derzeit auf dem letzten Platz, der zur Teilnahme berechtigt. Auch Dennis Schröder (21 Punkte) und Maxi Kleber kassierten mit ihren Teams eine Niederlage. Die Los Angeles Lakers verloren gegen die New York Knicks 96:111 und leisteten sich 24 Ballverluste und neun geblockte eigene Würfe.

Die Dallas Mavericks verloren ihr Heimspiel gegen die Philadelphia 76ers deutlich mit 95:113, Kleber kam in nicht ganz einer Viertelstunde auf drei Punkte und drei Rebounds. Derweil sorgte Stephen Curry für einen besonderen Glanzpunk: Beim 116:107-Sieg seiner Golden State Warriors gegen die Denver Nuggets avancierte der 33-Jährige mit 53 Punkten, darunter zehn Dreier, zum besten Warriors-Werfer der Vereinsgeschichte. Curry überholte mit nun 17 784 Punkten den legendären Wilt Chamberlain, der bisher der erfolgreichste Korbjäger des Clubs (17 783) war.

FC Bayern, Champions League: Bayern München kann im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League bei Paris St. Germain wieder auf die zuletzt angeschlagenen Leon Goretzka und Lucas Hernandez bauen. Trainer Hansi Flick gab am Montag nach dem Abschlusstraining Entwarnung: "Bei Lucas gehe ich davon aus, dass er spielen kann. Leon hat auch ganz gut ausgeschaut. Beide werden im Kader sein", sagte Flick vor der Partie am Dienstag (21 Uhr/Sky). Goretzka und Hernandez hatten am Montag erstmals wieder trainiert.

In Paris werden weiterhin die angeschlagenen Robert Lewandowski, der am Montag das Lauftraining aufnahm, Niklas Süle und Marc Roca, der positiv auf Corona getestete Serge Gnabry sowie die Langzeitverletzten Corentin Tolisso und Douglas Costa fehlen. Zur Verfügung steht bei PSG dagegen der gegen Union Berlin (1:1) gesperrte Alphonso Davies. Auch Kingsley Coman, der zur Halbzeit gegen Union nach einem Schlag aufs Wadenbeinköpfchen ausgewechselt wurde, kann spielen.

Hertha BSC, Rauswurf: Der ehemalige Torwarttrainer von Hertha BSC hat sich erneut gegen den Vorwurf gewehrt, in einem Interview homophobe und migrationsfeindliche Äußerungen getätigt zu haben. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte Zsolt Petry am Montag, die ungarische Zeitung Magyar Nemzet habe das Interview nach der Autorisierung noch unzulässig gekürzt. Dort war der Ungar Petry mit der Aussage zitiert worden, dass er nicht verstehe, was seinen Landsmann Peter Gulacsi von RB Leipzig dazu bewogen habe, "sich für Homosexuelle, Transvestiten und Menschen sonstiger geschlechtlicher Identität einzusetzen".

"Ich habe mich bemüht klarzustellen, dass jeder, so wie Peter, seine Meinung frei äußern darf. Ich gab jedoch zu bedenken, dass junge Spieler mit Äußerungen zu politischen Themen häufig Anfeindungen ausgesetzt sind, die ihre Karriere schädigen oder beenden können", sagte Petry der FAZ. "Deshalb habe ich gesagt, ich weiß nicht, wie er das machen konnte. Nicht etwa, ich verstehe das nicht. Das war nicht korrekt übersetzt." Zudem sei der Satz, dass er sich "sehr gut vorstellen kann, dass ein Kind in einer homosexuellen Familie sehr glücklich aufwachsen kann", aus dem Interview gestrichen worden.

2. Liga, Trennung: Der Hamburger SV und US-Stürmer Bobby Wood gehen getrennte Wege. Nach einem Bericht der Hamburger Morgenpost wird der Vertrag des 28-Jährigen mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Wood kehrt vorzeitig in seine Heimat zurück. Ursprünglich wollte Wood die Saison noch beim HSV beenden und ab 1. Juli zu seinem neuen Verein Real Salt Lake in die Major League Soccer (MLS) wechseln. Wood war 2016 für vier Millionen Euro von Union Berlin zum HSV gewechselt. Die Erwartungen erfüllte er in Hamburg nicht. In dieser Saison erzielte er bei 16 Einsätzen ein Tor. Über 90 Minuten spielte er kein einziges Mal.

FC Bayern, Trainer: Präsident Herbert Hainer erwartet, dass Hansi Flick auch in den kommenden Spielzeiten Trainer des FC Bayern München ist. Auf die Frage, ob Flick seinen bis 2023 laufenden Vertrag erfüllen werde, sagte Hainer am Sonntag im TV-Talk Sky90: "Davon gehe ich fest aus". Der frühere Adidas-Chef verwies auf seine Vergangenheit in der Wirtschaft. "Ich bin das gewohnt, dass Verträge auch erfüllt werden", sagte der 66-Jährige, der als Präsident seit anderthalb Jahren Nachfolger von Uli Hoeneß ist. Flick ist ein Top-Kandidat für den im Sommer neu zu besetzenden Posten des scheidenden Bundestrainers Joachim Löw.

Angesprochen auf das schwierige Verhältnis zwischen Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic sprach der Aufsichtsratsvorsitzende Hainer von einem "vermeintlichen Konflikt". "Das sind zwei meinungsstarke Typen, das finde ich auch ganz okay", sagte Hainer. "Die müssen auch kein Liebespaar sein, wichtig ist, dass sie professionell zusammenarbeiten und für den erfolg des FC Bayern München." Das würden beide machen. Intern sei das Verhältnis im Verein intakt.

© SZ.de/dpa/sid/bek
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