BasketballFC Bayern sieht Zeitpläne von NBA Europe skeptisch

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Eine Liga, zwei, oder drei? Herbert Hainer (li.), Präsident des FC Bayerrn, amüsiert sich beim ersten Playoff-Finale in München mit Ehrenpräsident Uli Hoeneß, der das Basketball-Projekt auf den Weg gebracht hat.
Eine Liga, zwei, oder drei? Herbert Hainer (li.), Präsident des FC Bayerrn, amüsiert sich beim ersten Playoff-Finale in München mit Ehrenpräsident Uli Hoeneß, der das Basketball-Projekt auf den Weg gebracht hat.
Ulrich Gamel/Kolbert-press/Imago

Liga-Boss Adam Silver hält am Start des europäischen NBA-Ablegers 2027 fest, die Basketball-Euroleague geht mit Erfolgsmeldungen an die Öffentlichkeit. Dabei deutet sich an, dass es nur eine gemeinsame Lösung geben kann.

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Der Zeitplan ist ehrgeizig, aber NBA-Commissioner Adam Silver lässt keinen Zweifel daran, dass die nordamerikanische Profiliga schon im kommenden Jahr zusammen mit dem Basketball-Weltverband Fiba und ihrem Europa-Ableger an den Start gehen will. Nach eigenen Aussagen gibt es mehrere potente Investoren, unter anderem aus dem arabischen und US-amerikanischen Raum, die das Großprojekt finanzieren.

Gleichzeitig drängt die Euroleague, die aktuelle kontinentale Königsklasse, ihrerseits mit Erfolgsmeldungen ins Rampenlicht. So sei die Liga aus wirtschaftlicher Sicht wie auch vom Publikumsinteresse her erfolgreich wie nie, weshalb man sogar eine Expansion des Teilnehmerfeldes prüfe. Dass zwei sich dann kannibalisierende Topligen in Europa nebeneinander existieren können, ist auszuschließen, vielmehr deutet vieles auf eine Kooperation bis zu einem Zusammenschluss hin.

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Wie NBA-Europachef George Aivazoglou wissen ließ, gebe es bereits mehrere interessierte Städte, die dann Mannschaften beherbergen würden, aus deutscher Sicht sind das Berlin und München: „Wir konzentrieren uns auf die beiden Städte, die wir als die wichtigsten Standorte identifiziert haben.“ Alba-Geschäftsführer Marco Baldi hat bereits großes Interesse bekundet, in dieser Liga an den Start gehen zu wollen, zumal sogar der Bau einer neuen Arena im Raum steht.

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Für Herbert Hainer ist es „grundsätzlich ein gutes Zeichen“, dass die NBA nach Europa expandieren will, doch das wird nach Einschätzung des Präsidenten vom FC Bayern noch etwas dauern. Den für 2027 geplanten Start schätzte er „nicht als realistisch“ ein, sagte der 71-Jährige im Interview mit Merkur/tz.

„Die NBA ist mit Abstand die größte Basketball-Liga der Welt und versteht unglaublich viel von Vermarktung“, so Hainer, deshalb sei der angedachte Einstieg auch zu begrüßen. „Die Frage ist nur: wie? Aus meiner Sicht kann es nur mit der Euroleague gehen, nicht gegen sie. Man sieht ja allein bei uns in München, was alles möglich ist: Wir haben in der Stadt eine Basketball-Euphorie ausgelöst, und der regelmäßig ausverkaufte SAP Garden strahlt absolutes NBA-Feeling aus.“

Noch ist wenig Belastbares zu eventuellen Rahmenbedingungen bekannt, es gibt aber Gespräche, wie beide Parteien mitteilen.  Anfang Juni hatte NBA-Boss Silver erklärt, die Liga liege mit ihren Plänen für Europa „voll im Zeitplan“, das Interesse potenzieller Investoren sei „rekordverdächtig“. Neben den deutschen Städten gab Silver Paris, London, Madrid, Rom oder Mailand als mögliche Niederlassungen bekannt. Geplant ist ein Wettbewerb mit zwölf festen Franchises sowie vier weiteren Teams, die sich qualifizieren können. „Wir hoffen, einen Weg zu finden, diese Aktivitäten mit der Euroleague zu verzahnen“, sagte Silver.

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