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Nations League:Haaland trifft drei Mal gegen Rumänien

Norwegen - Rumänien

Erling Haaland bejubelt sein Tor zum 1:0.

(Foto: dpa)

Norwegen gelingt ein Sieg in der Nations League, England bezwingt Belgien. Rummenigge sieht Gefahren für den Fußball und Robin Krasniqi ist überraschend neuer Box-Weltmeister.

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Fußball, Nations League: Die englische Fußball-Nationalmannschaft hat in der Nations League das Top-Duell gegen Belgien gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Gareth Southgate siegte am Sonntagabend in London mit 2:1 (1:1) und übernahm von den zuvor zwölf Mal in Serie siegreichen Belgiern nach drei Spieltagen die Tabellenführung in Gruppe 2 der Liga A.

Belgien ging durch einen verwandelten Foulelfmeter von Rekordtorschütze Romelu Lukaku (16.) verdient in Führung, England glich ebenfalls per Foulelfmeter durch Marcus Rashford (39.) aus. Den Siegtreffer erzielte Mason Mount mit einem abgefälschten Schuss (64.).

In zwei weiteren Spielen der Liga A gewann Kroatien gegen Schweden in Gruppe 3 mit 2:1 (1:0). Den Siegtreffer erzielte der Hoffenheimer Andrej Kramaric (84.). Bosnien-Herzegowina rang der Niederlande beim Pflichtspieldebüt des neuen Bondscoachs Frank de Boer ein torloses Unentschieden in Gruppe 1 ab.

In Liga B gelang Norwegen ein klarer 4:0 (2:0)-Sieg gegen Rumänien, nachdem die Skandinavier unter der Woche in den Playoffs für die Europameisterschaft im kommenden Jahr gescheitert waren. Dabei erzielte Erling Haaland von Borussia Dortmund drei Treffer (13., 64., 74.) und steht nun bei sechs Länderspieltoren in seinen ersten sechs Einsätzen. Das vierte Tor erzielte Alexander Sörloth von RB Leipzig (39.).

Fans, Corona: Karl-Heinz Rummenigge sieht bei länger anhaltenden Geisterspielen in der Corona-Krise enorme Gefahren für den Fußball. "Wenn wir nicht bald wieder Fans in den Stadien haben, dann befürchte ich, wird der Fußball großen Schaden erleiden", sagte der Vorstandschef des FC Bayern München der Bild am Sonntag. Einerseits drohe der Verlust der Fußball-Kultur, zudem äußerte der 65-Jährige finanzielle Sorgen. "In der Summe sprechen wir tatsächlich über rund 100 Millionen Euro Mindereinnahmen. In ganz Europa verliert jeder Club zwischen 50 und in der Spitze 200 Millionen Euro in einer Saison, die er ohne Zuschauer spielen muss. Wie lange das ein Fußball-Club aushält, das kann man sich an fünf Fingern abzählen."

Die Stadt München hatte zuletzt mitgeteilt, dass wegen gestiegener Corona-Zahlen Fußball-Spiele in der bayerischen Landeshauptstadt mindestens bis zum 25. Oktober ohne Fans stattfinden. Bundesweit ist in der Testphase bis Ende Oktober eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Stadien-Kapazität erlaubt. Es gebe "ein top Konzept" für die Fan-Rückkehr, das auch mit der Stadt München abgestimmt sei, sagte Rummenigge. "Aber wir sind absolut von politischen Entscheidungen abhängig, wie das ganze Land. Und wenn die politischen Entscheidungen so getroffen werden, dann ist man schon ein Stück ohnmächtig."

Boxen, WM: Robin Krasniqi ist überraschend neuer Weltmeister im Halbschwergewicht. Der 33-Jährige aus Augsburg schlug vor 2000 Zuschauern in Magdeburg Titelverteidiger Dominic Bösel (Freyburg) in der dritten Runde k.o. und entriss ihm den Interimstitel des Weltverbandes WBA sowie den Gürtel des kleineren Verbandes IBO. Für Krasniqi war es der erste Sieg im dritten WM-Kampf seiner Karriere, insgesamt war es sein 51. Erfolg im 57. Kampf. "Dieser Kampf hat 15 Jahre gedauert. Ich habe Höhen und Tiefen erlebt, ich habe geweint. Herzlichen Dank an jeden, der an mich geglaubt hat", sagte Krasniqi in der ARD: "Ich wünsche Dominic, dass er stark zurückkommt. Wir sind eine große Familie, wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen." Bösel hatte sich die Interims-WM im November 2019 gegen den Schweden Sven Fornling gesichert, seither aufgrund der Corona-Pandemie aber keinen Kampf mehr bestritten. Von Ringrost war zunächst nichts zu sehen, wenngleich Krasniqi von Beginn an aktiv war. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase landete der gebürtige Kosovare aber in der dritten Runde mit einer krachenden Rechten den entscheidenden Schlag zum Sieg.

Fußball, Südamerika: Der fünfmalige Weltmeister Brasilien ist mit einem 5:0 (2:0) gegen Bolivien in die Qualifikation für die Fußball-WM 2022 in Katar gestartet. Zwei Treffer für die Selecao, die in Sao Paulo mit Superstar Neymar antrat, erzielte der frühere Hoffenheimer Bundesligaprofi Roberto Firmino (29./48.). Die weiteren Tore kamen von Marquinhos (15.) und dem ehemaligen Bayern-Spieler Philippe Coutinho (72.), der Bolivianer Jose Carrasco sorgte mit einem Eigentor für das zwischenzeitliche 4:0 (65.). Das nächste Spiel in der WM-Quali bestreitet Brasilien am kommenden Dienstag in Lima gegen Peru.

U21, Länderspiel: Deutschlands U21-Fußballer haben unbeeindruckt vom Corona-Wirbel um die Mannschaft mit einem klaren Auswärtssieg einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum angestrebten EM-Ticket gemacht. Die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz setzte sich am Freitag dank einer konzentrierten Leistung verdient mit 5:0 (3:0) in Moldau durch und sammelte wichtige Punkte in der Qualifikation. "Diese Leistung war nicht zu erwarten, das ist nicht selbstverständlich", sagte Kuntz.

Doppeltorschütze Lukas Nmecha vom RSC Anderlecht traf nach einem Torwartfehler (18. Minute) und per Foulelfmeter (25.), den er selbst herausgeholt hatte. Kölns Salih Özcan (42.), der Mainzer Jonathan Burkardt (67.) und U21-Debütant Dominik Kother (90.+2) erhöhten. "Wir haben nicht fehlerfrei gespielt", urteilte Trainer Kuntz. "Aber das Engagement und die Einsatzbereitschaft, das war heute überragend."

© SZ.de/sid/dpa/jbe
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