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Nations League:Felix Austria

UEFA Nations League - League B - Group 1 - Austria v Norway

Gerade noch die Kurve gekriegt: Österreich (im Bild Marko Arnautovic) verinderte in letzter Minute eine Blamage gegen ein Not-Team aus Norwegen.

(Foto: Lisi Niesner/Reuters)

Belgien erreicht das Final-Four-Turnier, Österreich und Ungarn steigen auf. Erstere dank eines Ausgleichstors gegen Norwegen in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Der Weltranglistenerste Belgien, dazu der aktuelle und zwei frühere Weltmeister (Frankreich, Italien, Spanien): Das Finalturnier der Nations League, das im Oktober 2021 stattfinden soll, wird hochkarätig besetzt sein. Italien sicherte sich in der A1-Gruppe durch ein 2:0 in Bosnien Platz eins. Belgien erreichte das "Final Four" in der Gruppe A durch ein 4:2 gegen Verfolger Dänemark. Titelverteidiger Portugal war in seiner Gruppe nur Zweiter hinter Frankreich geworden und hat das Endturnier diesmal verpasst.

In der höchsten A-Division werden bei der nächsten Runde der Nations League Österreich, Ungarn, Tschechien und Wales dabei sein. Alle vier Teams schafften am letzten Spieltag den Aufstieg. Wales setzte sich gegen Finnland 3:1 durch, Tschechien (2:0 gegen Slowakei) profitierte vom 0:1 des bisherigen Tabellenführers Schottland in Israel. Auch die Ungarn, die kurz nach dem Erreichen der EM den nächsten großen Erfolg feierten, konnten durch ihr 2:0 gegen die Türkei den bisherigen Spitzenreiter Russland überholen, der in Serbien 0:5 unterging. So darf sich Ungarns Ausnahmetalent Dominik Szoboszlai demnächst mit Europas Topteams in der Nations League messen. Am Donnerstag bekräftigte Kaderplaner Christopher Vivell das Interesse des Bundesligisten RB Leipzig an dem 20-Jährigen vom Schwesterklub Salzburg ("Wir kennen und schätzen Dominik").

Eine Blamage knapp verhindert haben bei ihrem Aufstieg die Österreicher. Sie hätten in Wien beinahe gegen ein Notteam aus Norwegen verloren. Weil wegen eines Corona-Falls alle Spieler, darunter BVB-Stürmer Erling Haaland, in Quarantäne mussten, konnte Norwegen zuvor nicht in Rumänien antreten - die Uefa wertete diese Partie am Mittwochabend als o:3 verloren. In Wien spielte dann ein junges norwegisches Ersatzteam mit vielen Debütanten. Dennoch gelang Österreichs Grbic erst in der 94. Minute der 1:1-Ausgleich.

© SZ vom 20.11.2020 / dpa, sz
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