Nationenwechsel im WintersportDie Fremdfahrer

Eine Weihwasseraffäre, ein Brüder-Paar, das für unterschiedliche Länder startet und ein gescheiterter Versuch von Stefan Raab. Nirgends scheint Nationenhopping so einfach wie im Wintersport.

Gebrüder Schmid (Norwegen / Schweiz)

Jan Schmid (links) und Tommy Schmid sind Brüder, beide gehen im Weltcup der Nordischen Kombinierer an den Start, doch wenn das Fernsehen Jan Schmid einblendet, ist neben seinem Namen eine andere Länderflagge abgebildet als bei seinem Bruder. Jan Schmid, 26, bestreitet die Wettkämpfe als Mitglied des norwegischen Nationalteams, der fünf Jahre jüngere Tommy Schmid hingegen startet für den Schweizer Verband. Der Hintergrund dieser merkwürdigen Konstellation: Die Eltern der beiden Brüder sind gebürtige Schweizer, lebten aber lange in Norwegen, weshalb die Söhne die Staatsangehörigkeit des skandinavischen Landes beantragen konnten. Ein gemeinsames Starterland haben die Schmids zwar nicht, aber immerhin einen gemeinsamen Internetauftritt: http://www.schmidx2.com. Und diese Homepage ist weder auf Norwegisch noch auf Schweizerdeutsch, sondern auf Englisch.

Doch die Schmids sind nicht die einzigen, die mit Nationenhopping auf sich aufmerksam machen. In der jüngeren Geschichte des Wintersports gibt es noch einige andere Beispiele.

Texte: Johannes Aumüller Foto: dpa

3. Januar 2010, 13:362010-01-03 13:36:00 ©