DFB-Elf in der EinzelkritikShowfliegen und Showplumpsen von Löws Bubis

Manuel Neuer zeigt Leidenschaft fürs Mitdenken, Serge Gnabry spielt einen märchenhaften Pass - und Leroy Sané fehlt einmal kurz der Mut. Die deutsche Elf in der Einzelkritik.

Von Saskia Aleythe, Paris

Manuel Neuer

Showfliegen gehört nicht zu seinem Repertoire, das hatte Manuel Neuer vor dem Spiel gegen Frankreich extra noch einmal betont. Musste nach 39 Minuten zunächst nur eine Art Showplumpsen zeigen, weil Kylian Mbappé am Ball vorbei rutschte, der problemlos fangbar in die linke Ecke trudelte. War nach der Halbzeitpause erneut gegen den schnellsten Mann des Weltfußballs gefordert, zeichnete sich durch seine Leidenschaft fürs Mitdenken aus: Stürzte weit hinaus und zeigte, dass er die Funktion des clever mitspielenden Torhüters doch noch beherrscht. Hätte beim 1:1 durch Antoine Griezmann unerhörtes Talent zum Showfliegen gebraucht - streckte sich, war aber selbst mit 1,93 Metern Körperlänge zu kurz für den wunderbaren Franzosen-Kopfball ins rechte Eck.

Bild: Bongarts/Getty Images 16. Oktober 2018, 23:092018-10-16 23:09:05 © SZ.de/jbe